- 50-Bani-Kompensation pro Liter wird ab Januar 2023 abgeschafft
- Standardbenzin 6,5–6,7 RON, Diesel 7,6–7,8 RON pro Liter
- Vollständige Tankfüllung kostet voraussichtlich 25–30 RON mehr
- Akzisen um 22–24 Bani/Liter reduziert; partieller Ausgleich, Distributoren könnten Margen erhöhen.
Der Jahresbeginn 2023 bringt eine unerfreuliche Nachricht für Autofahrer in Rumänien: Die 50‑Bani‑Kompensation pro Liter Kraftstoff wird ab Januar abgeschafft, was zu deutlichen Preissteigerungen an den Zapfsäulen führen wird. Gleichzeitig mildert eine moderate Reduzierung der Akzisen den Effekt dieser Maßnahme nur teilweise.
Neue Kraftstoffpreise ab Januar 2023
Auf Basis der Daten vom 29. Dezember 2022, als der Durchschnittspreis für Standardbenzin zwischen 6,1–6,3 RON pro Liter lag und Standarddiesel sich bei 7,15–7,35 RON pro Liter befand, lauten die Schätzungen für die nach Abzug der Kompensation folgende Periode:
- Standardbenzin: 6,5–6,7 RON pro Liter
- Standarddiesel: 7,6–7,8 RON pro Liter
Diese Erhöhungen bedeuten, dass eine vollständige Tankfüllung (für einen Standardtank von 50–60 Litern) voraussichtlich durchschnittlich 25–30 RON mehr kostet als derzeit.
Auswirkungen der Abschaffung der 50‑Bani‑Kompensation
Die Maßnahme zur Abschaffung der Kompensation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Rumänen bereits unter dem Druck der hohen Inflation leiden. Die 50‑Bani‑Kompensation pro Liter, obwohl im Vergleich zu ähnlichen Maßnahmen in Ländern wie Ungarn oder Polen (wo die Reduzierungen 30–35% betrugen) eher moderat war, stellte eine echte Entlastung für die Haushalte dar.
Fahrer, die das Auto häufiger nutzen, empfinden, dass diese Kompensation sich positiv auf das monatliche Budget ausgewirkt hat, während Gelegenheitsfahrer keinen signifikanten Unterschied spüren.
Reduzierung der Akzisen – partielle Kompensation
Um die Auswirkungen der Abschaffung der Kompensation zu mildern, hat die Regierung beschlossen, die Akzisen auf Kraftstoffe ab Januar 2023 um etwa 22–24 Bani pro Liter zu senken. Diese Maßnahme ist ein Versuch, den negativen Effekt auf die Verbraucher auszugleichen.
Allerdings besteht die Sorge, dass Distributoren von dieser Akzisenreduktion profitieren könnten, um ihre eigenen Margen zu erhöhen, da Akzisen eine Steuer sind, die sie an den Staat zahlen.
Mittelfristige Perspektiven
- Die Preise könnten sich 1–2 Monate lang stagnieren.
- Ab dem Frühjahr 2023 könnten signifikante Preiserhöhungen auftreten.
- Die Volatilität des internationalen Ölmarktes könnte die lokalen Preise erneut beeinflussen.
Regierungsoverwachung und zukünftige Maßnahmen
Premierminister Nicolae Ciucă erklärte, dass die Entwicklung der Kraftstoffpreise von den staatlichen Behörden aufmerksam verfolgt wird. Falls die Kosten erneut die Kaufkraft der Rumänen übersteigen, schließt die Regierung die Wiedereinführung solcher Unterstützungsmaßnahmen nicht aus.
Diese Vorgehensweise deutet auf eine reaktive Regierungspolitik hin, die eingreift, sobald die Situation für die Verbraucher kritisch wird.
Regionaler Kontext und Vergleiche
Während Rumäniens Abschaffung der Kompensation erfolgt, haben andere Länder in der Region unterschiedliche Strategien zum Schutz der Verbraucher vor der Volatilität der Kraftstoffpreise vorgenommen. Die Maßnahmen in Ungarn und Polen, mit erheblichen Reduzierungen von 30–35%, zeigen, dass es großzügigere Optionen zur Unterstützung der Bürger gibt.
Die Abschaffung der Kompensation in Rumänien scheint auch durch die bevorstehenden Wahlen beeinflusst zu sein; die Regierung sucht ein Gleichgewicht zwischen der Unterstützung der Bevölkerung und der Konsolidierung des Staatshaushalts.