- Feststellbremse und Notbremse sind im Kern dasselbe System, unterschiedliche Bezeichnungen.
- Feststellbremse ist mechanisch, unabhängig vom Hydraulik-Hauptbremskreis, via Kabel betätigt.
- Parkbremsen blockiert Hinterräder beim Parken; Notbremse greift bei Ausfall des Hauptsystems.
- Elektrische Parkbremse (EPB) ersetzt Seilzug; ADAS kann Notbremsung automatisch aktivieren.
Viele Fahrer fragen sich, ob es einen Unterschied zwischen Feststellbremse und Notbremse gibt. Die Antwort ist einfach: Sie sind genau dasselbe System, nur mit unterschiedlichen Bezeichnungen in verschiedenen Kontexten. Dieser sekundäre Bremsmechanismus spielt eine wesentliche Rolle für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs, da er unabhängig vom Haupt-Brems-System funktionieren soll.
Die Feststellbremse ist ein völlig separates Bremssystem im Vergleich zum Hauptbremssystem des Autos, das durch das Bremspedal betätigt wird. Durch das Betätigen der Feststellbremse aktivieren Sie ein unabhängiges Kabelsystem, das sich vom Hauptbrems-System unterscheidet, das durch Bremsflüssigkeit funktioniert.
Wie funktioniert die Feststellbremse
Die Feststellbremse stoppt das Fahrzeug mithilfe der Bremsbeläge hinten, aber der Betätigungsmechanismus ist grundlegend verschieden vom Hauptsystem. Während die übliche Bremse den hydraulischen Druck nutzt, der durch Bremsflüssigkeit übertragen wird, funktioniert die Feststellbremse rein mechanisch.
Aus dem Handbremshebel geht ein Hauptkabel, das sich in zwei separate Kabel teilt, die jeweils mechanisch eine Bremsbelag hinten betätigen. Dieses mechanische Direkt-System eliminiert die Abhängigkeit vom Hydraulikkreis und bietet eine Sicherheitsalternative.

Hauptfunktionen der Feststellbremse
Parkbremse
Die häufigste Funktion der Feststellbremse ist die Parkbremse. Sie wird betätigt, wenn Sie das Auto parken und es in Leerlauf belassen, indem sie die Hinterräder blockiert und ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Fahrzeugs verhindert. Dies ist Standardpraxis, egal ob Sie auf flachem Gelände oder in einer Steigung parken.
Notbremse
Die Idee dieses Systems besteht darin, die Möglichkeit der Notbremsung bereitzustellen, falls das Hauptbremsensystem nicht mehr funktioniert. In kritischen Situationen, in denen die Bremspedale nicht mehr reagieren, kann die Feststellbremse eine zusätzliche Bremswirkung liefern.
Moderne Entwicklungen: elektrische Parkbremse
Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe verfügen viele neue Modelle über eine elektrische Feststellbremse (EPB - Electronic Parking Brake). Sie ist mit einem Knopf ausgestattet, der im Fahrbetrieb ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht betätigt werden kann. Ziel dieses Systems ist es, bei der Parkposition automatisch die Hinterräder zu blockieren.
Fortgeschrittene Sicherheitssysteme
Moderne Fahrzeuge mit fortgeschrittenen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) können die Notbremse in bestimmten Situationen automatisch aktivieren. Für Fahrzeuge mit Frontsensoren zur Bewegungsüberwachung (keine Parksensoren) scannt der Sensor ständig das, was sich vor dem Fahrzeug befindet. Wenn er eine Gefahr erkennt, die der Fahrer nicht vermeiden kann, bremst das Auto automatisch.
In seltenen Fällen greift das System unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit stark in die Bremsen ein, einschließlich der Notbremse, um einen Aufprall zu verhindern oder dessen Schwere zu verringern.
Wartung der Feststellbremse
- Kabelüberprüfung: Die Kabel können sich im Laufe der Zeit dehnen oder korrodieren.
- Spannung einstellen: Eine zu lockere oder zu straffe Feststellbremse kann Probleme verursachen.
- Bremsbeläge überprüfen: Die Bremsbeläge müssen wie die Bremsbeläge der Hauptbremse überprüft werden.
- Schmierung: Die Pivotstellen benötigen Schmierung für einen reibungslosen Betrieb.
Abschließend lässt sich sagen, dass Feststellbremse und Notbremse dasselbe System sind, das zusätzliche Sicherheit und Flexibilität im Fahrzeugbetrieb bietet. Unabhängig von der Bezeichnung bleibt dieser Mechanismus ein wesentliches Element der Straßensicherheit.
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