- DRS ist ein verstellbarer Heckflügel, reduziert Luftwiderstand zum Überholen.
- Aktivierung erfolgt nur unter bestimmten Bedingungen: innerhalb einer Sekunde hinterher, auf Geraden nach einer Kurve.
- Typischer Vorteil: bis ca. 5 km/h mehr, gelegentlich größerer Effekt.
- Ziel: Gleichgewicht im Feld, Startposition wird weniger entscheidend.
Aerodynamische bewegliche Komponenten wurden ursprünglich in der Luftfahrtindustrie eingesetzt, aber im Laufe der Zeit wurden sie immer häufiger auch in der Automobilbranche verwendet, insbesondere in Formel-1-Autos. Die Systeme, mit denen ein Rennwagen ausgestattet ist, funktionieren sehr ähnlich wie die eines Flugzeugs. Die meisten Komponenten sind hydraulisch, um die Leistung und Widerstandsfähigkeit zu maximieren. Der einzige Unterschied zwischen einem Flugzeug und einem Formel-1-Auto ist die Größe, wobei die Autos wesentlich kleiner sind.
Was ist DRS?
Aktuell wurde ein neues System zur Reduzierung des Luftwiderstands (DRS) für Formel-1-Autos eingeführt, das praktisch ein verstellbarer Flügel an der Rückseite des Autos ist und dazu dient, Überholmanöver zu erleichtern. Die Verwendung des DRS-Systems ist natürlich sorgfältig geregelt, und in diesem Artikel werden die Bedingungen erläutert, unter denen es eingesetzt werden kann.
Seit 2011 wurden die F1-Normen und -Vorschriften angepasst, um klarzustellen, wann die Flügel eines Autos eingestellt werden dürfen, um ein Überholmanöver durchzuführen. Wenn mehrere Autos die Zeitmesslinie auf der Strecke überqueren und ein Auto sich weniger als eine Sekunde hinter einem anderen befindet, dem es folgt, erhält der Fahrer ein Signal, das ihm ermöglicht, die Flügel am Heck zu öffnen.
In diesem Moment wird der Flügel vorne angehoben und beginnt um einen Punkt am Flügelende herumzudrehen. Wenn der Flügel eine Fehlfunktion aufweist oder nicht ordnungsgemäß funktioniert, kann er in die Standardposition zurückkehren. Da die Zeitmesslinien nach den Kurven platziert sind, kann der Fahrer den Flügel nur aktivieren, wenn er auf einer Geraden fährt.
Wenn ein Auto aus einer Kurve herausfährt und die Zeitmesslinie überquert, erhält der Fahrer das Signal und kann das DRS-System aktivieren, wodurch der Luftwiderstand am Flügel erheblich reduziert wird. Der Vorteil dieses Systems ist im Allgemeinen gering und bedeutet normalerweise nur eine zusätzliche Geschwindigkeit von bis zu 5 km/h, aber in einigen Situationen kann dies einen signifikanten Unterschied machen.
Wofür ist DRS nützlich?
Die Idee, das DRS-System zu verwenden, wurde nach langjährigen Analysen der Rennabläufe auf F1-Strecken entwickelt. Unabhängig von der Leistung des Autos oder dem Geschick des Fahrers wird das Auto, das vorne liegt, immer dann einen Vorteil haben, wenn es aus der Kurve herausfährt und als erstes beschleunigen kann. Durch die Verwendung dieser Flügel und die Erhöhung der Geschwindigkeit der hinteren Autos wird im Wesentlichen jeder Fahrer ausgeglichen, unabhängig davon, in welcher Position er in die Kurve einfährt.
Praktisch versucht diese Methode lediglich, ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das während des gesamten Rennens aufrechterhalten wird, sodass die Startposition nicht mehr so entscheidend ist und die Fähigkeiten jedes Fahrers zum Tragen kommen können. Durch die Anpassung der Art und Weise, wie die Rennen ablaufen, bleibt die Spannung hoch, und der Wettbewerb wird enger.
Bisher erforderte das DRS-System eine Einstellung des Flügels, aber jetzt ist es so konzipiert, dass der Fahrer es nur ein- oder ausschalten muss. Früher verwendeten die meisten Fahrer diese Flügel, um das Gewicht des Autos zu reduzieren und eine bessere Aerodynamik zu erzielen, anstatt das System für seinen Hauptzweck zu nutzen.
Durch Betätigen einer Taste am Lenkrad sendet der Fahrer ein Signal an das Steuergerät (ECU), das dann ein Ventil in der Nähe des Getriebes aktiviert. Es kann nicht genau festgestellt werden, wie jedes Team den Aktivierungsprozess des Flügels genau behandelt hat, da keines der Teams Methoden verwendet hat, bei denen Rohre oder Stangen in das System eingeführt werden könnten. Die neuesten hydraulischen Rohre sind mit einer Betätigungsvorrichtung verbunden, während andere rein elektronisch betrieben werden.
Im Allgemeinen liegt es in der Verantwortung der Formel-1-Teams, das gesamte DRS-System zu entwerfen, und die Designdateien werden von den Mechanikern überprüft, um sicherzustellen, dass sie hergestellt werden können. Für jeden Typ des Systems gibt es eine Lösung zur schnelleren oder späteren Konstruktion, aber es ist wichtig, dass sie passen, einfach zu bedienen sind und effizient arbeiten.
Die Materialien, die für ein solches System verwendet werden, sind sehr teuer und erfordern ein sehr hohes Maß an Präzision, um optimal zu funktionieren, damit die Verwendung der Flügel wirklich vorteilhaft ist. Titan ist das bevorzugte Material, da es eine hohe innere Festigkeit aufweist, was zu einer viel dünneren Materialstärke führt als bei Aluminium. Titan ist auch kostengünstig, aber das einzige Problem dabei ist, dass es nur einmal gebogen werden kann, und wenn die Biegung falsch ist, kann sie nicht korrigiert werden.
Obwohl es auf F1-Ebene einen Trend zur Kostensenkung gibt, bringt die Verpflichtung, von einem verstellbaren vorderen Flügel auf einen verstellbaren hinteren Flügel umzusteigen, viele neue Kosten mit sich, und obwohl die Systeme in gewissem Maße ähnlich sind, können die für vorne verwendeten nicht einfach hinten übernommen werden. Daher müssen neue Lösungen entwickelt werden.
DRS ist wirklich effektiv auf Strecken mit langen Geraden und maximaler Nutzung des Systems, aber auf Strecken mit vielen Kurven und wenigen Geraden ist es ziemlich schwierig, signifikante Verbesserungen zu erzielen.
Bildquelle: https://www.sportvideos.tv/