- Dienen der Befestigung der Stabilisatorstange am Fahrzeugrahmen und sichern deren Funktion
- Ermöglichen kontrollierte Drehung und Kraftverteilung der Federung zwischen Achsradpaaren
- Stabilisatorstangen meist vorne; hinten bei einigen Modellen; Gummiarten: Standard, Polyurethan, verstärkt
- Ölverlust schädigt Gummi; Motor/Getriebeöl schnell beheben
Die Stabilisatorbuchsen sind wesentliche Bauteile des Fahrwerks. Sie dienen der Befestigung der Stabilisatorstange am Fahrzeugrahmen und sichern deren ordnungsgemäße Funktion. Diese scheinbar einfachen Teile beeinflussen das Fahrverhalten in Kurven erheblich und tragen zum Fahrkomfort bei.
Die Stabilisatorstange ist ständig gebeugt und in Spannung, was die Buchsen belastet. Stabilisatorbuchsen übernehmen einen Großteil der Kräfte, die die Stabilisatorstange in Kurven beanspruchen. Praktisch ermöglichen sie der Stabilisatorstange, sich kontrolliert in den Aufnahmen zu drehen und die Kräfte der Federung zwischen den beiden Rädern derselben Achse umverteilen.

Aus welchen Materialien bestehen Buchsen
Buchsen werden aus verschiedenen Gummiarten hergestellt, wobei Gummi mit der Zeit an Wirksamkeit verliert. Es gibt mehrere Kompositionen:
- Standardgummi – am häufigsten verwendet, bietet einen guten Kompromiss zwischen Preis und Haltbarkeit
- Polyurethan – widerstandsfähiger und mit längerer Lebensdauer, aber auch teurer
- Verstärktes Gummi – verwendet in Sportfahrzeugen oder schwereren Modellen
Mit der Zeit wird das Gummi härter und beginnt zu reißen. Dieser Abbau wird beschleunigt durch:
- Exposition gegenüber extremen Temperaturen
- Kontakt mit chemischen Substanzen (Streusalz, Reinigungsmittel)
- Motor- oder Getriebeöl
- Mechanischer Verschleiß durch normalen Betrieb
Echter Ölkontakt auf die Buchsen
Wenn Öl auf die Buchsen gelangt, weicht das Öl das Material auf und sie zerfallen rasch. Öl löst die chemische Zusammensetzung des Gummis auf und verwandelt es in eine weiche Masse, die ihre Haltefunktion nicht mehr erfüllen kann. Aus diesem Grund müssen Ölverluste aus Motor, Getriebe oder Differential so schnell wie möglich behoben werden, nicht nur um Schmierstoff zu schützen, sondern auch um die Gummi-Komponenten des Fahrwerks zu schützen.
Wo Stabilisatorstangen montiert sind
Stabilisatorstangen sind oft nur an der Vorderachse des Fahrzeugs montiert. Einige Sportwagen oder Premiummodelle haben jedoch Stabilisatorstangen auch an der Hinterachse für ein noch harmonischeres Fahrverhalten. Die Konfiguration variiert je nach Fahrzeugtyp und Herstellervorgaben hinsichtlich des Kurvenverhaltens.
Wann und wie man die Buchsen überprüft
Versuchen Sie, die Integrität der Buchsen jedes Mal bei der Fahrzeugwartung zu prüfen. Die Prüfung ist relativ einfach und kann ernstere Probleme vorbeugen:
- Heben Sie das Fahrzeug mit einem Lift oder Wagenheber an
- Untersuchen Sie visuell jede Buchse auf Risse, Abnutzung oder Verformungen
- Prüfen Sie, ob die Buchsen zu weich geworden oder aufgeweicht sind
- Bewegen Sie die Stange per Hand, um ungewöhnliches Spiel zu erkennen
- Prüfen Sie auf Ölspuren an den Buchsen oder in deren Umfeld
Austausch der Buchsen
Wenn eine Buchse in schlechtem Zustand ist, wird sie auch die andere bald beeinträchtigen. In diesem Fall sollten Sie versuchen, beide zu ersetzen. Das geschieht, weil:
- Eine abgenutzte Buchse überträgt mehr Belastung auf die andere
- Beide Buchsen haben dasselbe Alter, und die beschleunigte Abnutzung einer Buchse deutet darauf hin, dass auch die andere nah am Ende ist
- Das durch eine abgenutzte Buchse verursachte Ungleichgewicht beschleunigt den Verschleiß der anderen
Die Kosten des Austauschs sind relativ gering im Vergleich zu den Vorteilen: besseres Kurvenverhalten, weniger Geräusche aus dem Fahrwerk und insgesamt erhöhter Fahrkomfort. Neue Buchsen ermöglichen es der Stabilisatorstange, ihre optimale Funktion zur Reduzierung der Karosserieneigung in Kurven zu erfüllen.
Fotoquelle: shop.febest.eu