- Zündkerzen werden in Elektroautos nicht benötigt, da Elektromotoren sofort Strom nutzen.
- Sauerstoffsensoren fehlen, weil kein Verbrennungsprozess das Luft-Kraftstoff-Verhältnis steuert.
- Katalysatoren entfallen, EVs erzeugen keine Abgase.
- Abgasanlage entfällt ebenfalls, da EVs Abgase nicht erzeugen.
Der Automarkt ist in den letzten Jahren stark von Elektrofahrzeugen geprägt. Sie gewinnen zunehmend an Beliebtheit, und viele Hersteller bieten heute vollständig elektrische Modelle an. Dennoch sind Elektrofahrzeuge noch nicht so zuverlässig wie herkömmliche Autos, und es wird noch einige Zeit dauern, bis sie die klassischen Fahrzeuge vollständig ersetzen können.
Obwohl beide denselben Zweck erfüllen, unterscheiden sich Marke und Funktion deutlich. Es gibt mehrere essenzielle Fahrzeugteile, die bei Benzinfahrzeugen kritisch sind, aber in einem Elektrofahrzeug nicht zu finden sind.
Wie funktionieren Elektrofahrzeuge
Ein Elektrofahrzeug nutzt Elektrizität statt fossilen Brennstoffen. Über eine Ladesäule – die auch eine Haushaltssteckdose sein kann – beziehen sie Strom aus Solarenergie oder dem Netz und speichern ihn in wiederaufladbaren Batterien.
Der gespeicherte Strom versorgt dann einen Elektromotor, der wiederum die Räder antreibt. Die Grundfunktionen eines Elektrofahrzeugs sind dieselben wie die eines benzinbetriebenen Autos. Es gibt jedoch einige wesentliche Unterschiede, die dazu führen, dass bestimmte Bauteile nicht mehr benötigt werden.
Auto-Komponenten, die in Elektrofahrzeugen fehlen
Das Fehlen dieser Bauteile verursacht keine Probleme, sondern liegt einfach daran, dass diese Autos diese speziellen Bauteile des Verbrennungsmotors nicht benötigen.
1. Zündkerzen
Zündkerzen spielen eine wichtige Rolle bei Fahrzeugen mit Benzin. Sie zünden das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Zylindern und starten so den Verbrennungsprozess, der das Auto antreibt.
Warum gibt es sie in EVs nicht:
- Elektroautos verwenden keinen Brennstoff, um die Motoren anzutreiben
- Stattdessen nutzen sie die Batterie, um die Elektromotoren zu starten
- Der Elektromotor dreht sich sofort, sobald Strom anliegt, ohne Zündung
2. Sauerstoffsensoren
Bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor überwachen Sauerstoffsensoren das Luft-Kraftstoff-Verhältnis und steuern es über die Motorsteuerung (ECU).
Warum sie in Elektrofahrzeugen fehlen:
- Es gibt keinen Verbrennungsprozess, der das Luft-Kraftstoff-Verhältnis überwachen müsste
- Beim Gasgeben regelt das Pedal direkt die Leistung des Elektromotors
- Die klassische ECU existiert nicht mehr; stattdessen kommt ein Motorcontroller zum Einsatz
3. Katalysatoren
Der Katalysator ist ein wesentlicher Bestandteil der Abgasanlage aller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Er reduziert Schadstoffe in Abgasen, bevor sie das Auto verlassen.
Komponenten:
- Kohlenstoffmonoxid (CO) wird zu Kohlendioxid (CO₂)
- Ungeraderustierte Kohlenwasserstoffe wandeln sich in CO₂ und Wasser um
- Stickoxide (NOx) wandeln sich in Stickstoff und Sauerstoff
Warum sie in EVs nicht benötigt werden:
- Elektroautos verwenden keine fossilen Brennstoffe
- Sie erzeugen keine Abgase
- Die einzige “Emission” entsteht bei der Erzeugung der Netzenergie
4. Abgasanlage
Die Abgasanlage eines Benzinfahrzeugs umfasst den Auspuff, den Schalldämpfer und den Katalysator. Schalldämpfer verringern das Betriebsgeräusch des Motors.
Funktionen der Abgasanlage:
- Ableitung der Verbrennungsgase
- Reduzierung des Verbrennungsgeräuschs
- Filtration der Schadstoffe durch den Katalysator
Warum sie in Elektrofahrzeugen fehlen:
- Es entstehen keine Abgase
- Elektromotoren arbeiten nahezu geräuschlos
- Hauptgeräusche stammen von Reifenrollung und Aerodynamik
Vorteile der Einfachheit von Elektrofahrzeugen
Diese Reduktion an Komplexität bringt mehrere Vorteile:
- Geringerer Wartungsaufwand: Kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, keine Luftfilter oder andere Verbrauchsmaterialien
- Höhere Zuverlässigkeit: Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Ausfälle
- Geringe Betriebskosten: Elektrische Energie ist günstiger als Kraftstoff
- Sofortige Leistung: Maximales Drehmoment ist sofort verfügbar
Die Zukunft der elektrischen Mobilität
Aus technischer Sicht ist die Einfachheit von Elektrofahrzeugen ein wesentlicher Vorteil. Der Elektromotor hat nur ein zentrales bewegliches Bauteil (den Rotor), im Vergleich zu Hunderten beweglicher Teile im Verbrennungsmotor.
Mit Fortschritten in der Batterietechnologie und der Ladeinfrastruktur dürften Elektrofahrzeuge weiter an Popularität gewinnen und erschwinglicher werden. Für diejenigen, die über den Kauf eines neuen Autos nachdenken, kann das Verständnis dieser technischen Unterschiede bei einer informierten Entscheidung helfen.