- Glühkerzen verbessern Start und Wärmeentwicklung bei kaltem Diesel, besonders unter 5–10 °C
- Moderne Glühkerzen sind keramisch, heizen 2–4 s auf 1000–1100 °C und schalten automatisch ab
- Konventionelle Glühkerzen brauchen 5–15 s, erreichen 800–900 °C
- Symptome defekter Glühkerzen: schwerer Start, schwarzer Rauch, unregelmäßiger Leerlauf, höherer Kraftstoffverbrauch
Der Dieselmotor zündet durch Kompression, nicht durch Funken. Glühkerzen ergänzen dieses Prinzip, insbesondere bei kaltem Wetter. Sie spielen eine entscheidende Rolle für eine zuverlässige Startbarkeit und optimale Wärmeentwicklung des Motors. In diesem Beitrag erklären wir, wie Glühkerzen funktionieren, welche Typen es gibt, wie man Defekte erkennt und wie Wartung sowie Diagnosen Emissionen beeinflussen können.
Was bedeutet Zündung durch Kompression bei Dieselmotoren?
Dieselkraftstoff zündet sich selbst, wenn er Temperaturen von ca. 800-900 °C erreicht, die im Luft-Kraftstoff-Gemisch im Brennraum durch die Kompression des Kolbens entstehen. Dieser Zündvorgang wird als Kompressionszündung bezeichnet und ist der Grund, warum Dieselmotoren keine herkömmlichen Zündkerzen wie Benzinmotoren benötigen.
Dieselzyklus:
- Faze der Admisi e: Luft wird in den Zylinder angesaugt
- Faza de compresie: Der Kolben komprimiert die Luft auf Drücke von 30-50 bar
- Faza de ardere: Der eingespritzte Kraftstoff zündet automatisch aufgrund der hohen Temperatur
- Faza de evacuare: Abgase werden ausgestoßen
Was bewirken Glühkerzen im Dieselmotor?
Wenn der Motorblock kalt ist, insbesondere bei Außentemperaturen unter 5–10 °C, würde sich der Kraftstoff schwerer durch bloße Kompression zünden. Warum gibt es dann Glühkerzen?
Funktion der Glühkerzen:
- Sie erwärmen sich auf ca. 800–1000 °C
- Aufheizzeit: nur wenige Sekunden (2–4 Sekunden bei modernen Modellen)
- Sie arbeiten, bis der Brennraum Temperaturen erreicht, die eine optimale Verbrennung ermöglichen
- Sie schalten sich automatisch ab, sobald der Motor die Betriebs- oder Starttemperatur erreicht

Arten von Glühkerzen
Glühkerzen mit langsamer Aufheizung (konventionell):
- Aufheizzeit: 5–15 Sekunden
- Temperaturbereich: 800–900 °C
- Verwendet in älteren Dieselmotoren
Glühkerzen mit schneller Aufheizung (Keramik):
- Aufheizzeit: 2–4 Sekunden
- Temperaturbereich: 1000–1100 °C
- Standard in modernen Dieselmotoren
Wie erkennen Sie, dass Glühkerzen defekt sind?
Hauptsymptome:
1. Schwieriger Start bei Kälte
- Der Motor springt beim Starten stotternd an
- Es sind mehrere Versuche nötig, um den Motor zu starten
- Probleme treten besonders bei Temperaturen unter 10 °C auf
2. Schwarzer Rauch aus dem Auspuff beim Start
- Hinweis auf eine unvollständige Verbrennung
- Schwarzer Rauch deutet darauf hin, dass der Kraftstoff nicht vollständig zündet
- Der Rauch verschwindet, sobald der Motor warm wird
3. Unregelmäßiger Leerlauf beim kalten Start
- Der Motor stottert in den ersten Minuten
- Instabile Drehzahlen bis zur Betriebstemperatur
- Erhöhte Vibrationen im Leerlauf
4. Erhöhter Kraftstoffverbrauch
- Unvollständige Verbrennung führt zu höherem Verbrauch
- Der Motor arbeitet härter, bis er die optimale Temperatur erreicht
Wartung und Austausch der Glühkerzen
Lebensdauer und Wechselintervall
Empfohlenes Intervall: 100.000 km für einen gesunden Dieselmotor
Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen:
- Qualität des verwendeten Kraftstoffs
- Häufigkeit von Kaltstarts
- Qualität des Motoröls
- Zustand des Einspritzsystems
Austauschprozess – Wichtige Vorsichtsmaßnahmen
Achtung beim Ausbau:
- Ziehen Sie niemals eine festgefressene Glühkerze heraus
- Gefahr, dass die Glühkerze im Gewinde bricht
- Bruchstücke könnten in den Brennraum gelangen und den Kolben beschädigen
Empfehlungen für den Austausch:
- Ersetzen Sie alle Glühkerzen gleichzeitig für eine gleichmäßige Leistung
- Überprüfen Sie den Zustand der Gewinde im Zylinderkopf
- Verwenden Sie das vom Hersteller empfohlene Anzugsdrehmoment
- Auf dem Gewinde etwas Schmiermittel auftragen, um das spätere Lösen zu erleichtern
Elektronische Diagnose der Glühkerzen
Moderne Dieselmotoren sind mit elektronischen Überwachungssystemen ausgestattet, die Defekte der Glühkerzen erkennen können:
Häufige Fehlercodes:
- P0380: Defekte Glühkerzenschaltung
- P0381–P0384: Spezifische Defekte pro Zylinder
- P0670–P0676: Codes für einzelne Schaltkreise
Elektrische Prüfung:
- Widerstand mit dem Multimeter prüfen
- Normale Werte: 0,6–2 Ohm für keramische Glühkerzen
- Prüfung der elektrischen Versorgung (10–12 V)
Einfluss der Glühkerzen auf Emissionen
Funktionierende Glühkerzen tragen wesentlich zur Reduzierung schädlicher Emissionen bei:
- Reduktion von CO- und HC-Emissionen durch eine vollständige Verbrennung beim Start
- Verminderung von schwarzem Rauch und Kohlenstoffpartikeln
- Konformität mit Euro-Normen bezüglich Emissionen
Eine korrekte Wartung der Glühkerzen verbessert nicht nur den Kalstart, sondern trägt auch zum Umweltschutz durch Verringerung schädlicher Emissionen bei.
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