- Öle mit API-Zertifizierung lassen sich mischen, auch synthetisch und konventionell.
- Mischungen können Additivreaktionen verursachen; langfristig Motorschäden möglich.
- In Notfällen besser mischen als Öl leer fahren; Verschleiß steigt.
- SAE-Grade sollten möglichst nahe beieinander liegen, damit die Mischung homogen bleibt.
In Anbetracht dessen, dass Motoröl die wichtigste Flüssigkeit in der Maschinenanordnung eines Autos ist, hat wahrscheinlich jeder Fahrer mindestens einmal ohne Öl dagestanden und sich gefragt, ob es in Ordnung ist, Motoröl verschiedener Marken zu mischen.
Im Folgenden werden wir Ihnen erklären, wie Sie vorgehen sollten, wenn Ihnen das Öl ausgeht, weit weg von einem Autoersatzteilgeschäft oder einer Tankstelle.
Normalerweise sollten alle auf dem Markt erhältlichen Ölsorten mit API-Zertifizierung kompatibel sein und zusammen verwendet werden können. Der Unterschied zwischen Motorölen wird durch die in ihnen enthaltenen Additive und Reinigungsmittel bestimmt, aber die Grundbestandteile sind identisch. Mit anderen Worten, es sollte kein Problem darstellen, Öle von zwei verschiedenen Herstellern zu mischen, selbst wenn eines synthetisch und das andere konventionell ist.
Natürlich sollten Sie, wenn Sie sich in der Situation befinden, die Öle zu mischen, in Betracht ziehen, dass einige Unternehmen modernere Technologien verwenden können, die die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Öls verändern können. Solange es jedoch den von API bereitgestellten Richtlinien entspricht, sollten Sie keine Probleme beim Mischen haben.
Technisch gesehen sollte jeder Mechaniker Ihnen empfehlen, dies nur in einer kritischen Situation zu tun. Kurzfristig ist es definitiv besser, drei verschiedene Ölsorten zu mischen, anstatt das Auto ohne Öl zu fahren. Langfristig kann der Motor jedoch Schaden nehmen, und Sie sollten sich diesem Risiko nicht aussetzen.
Wie bereits erwähnt, sind die Grundbestandteile jeder Art von Motoröl identisch, sodass das Auto mit einer Mischung weiterhin funktionieren kann. Wenn jedoch verschiedene Arten von Additiven und Reinigungsmitteln zusammen verwendet werden, können schädliche Reaktionen auftreten und letztendlich den Motor beeinträchtigen. Das Auto wird weiterhin funktionieren, aber die Mischung kann zu Konflikten im Motor führen, was sowohl dazu führen kann, dass das Öl als auch die Teile in der Anordnung schneller verschleißen.
Die Leistung des Motors wird wahrscheinlich nicht signifikant beeinträchtigt, im schlimmsten Fall um 5-10% reduziert. Es sollten auch keine Ausfälle oder Probleme auftreten, insbesondere wenn Sie das Öl nach kurzer Kilometerleistung ablassen und durch ein einheitliches Öl ersetzen. Es ist wichtig, dass die Mischung so homogen wie möglich ist und der SAE-Grad des Öls so nah wie möglich beieinander liegt, sodass Sie sich in diesen Situationen keine Sorgen machen müssen.
Das einzige Problem, das berücksichtigt werden sollte, sind die Additive, die der Hersteller zur Mischung hinzugefügt hat. Wenn diese sehr unterschiedlich sind, besteht die Möglichkeit, dass die Leistung des Motors schwerwiegend beeinträchtigt wird und Ablagerungen im Inneren des Motors auftreten.
Wenn Sie sich dazu entschließen, Öle zu mischen, ist auch der Typ des verwendeten Öls sehr wichtig. Wenn Sie normalerweise ein synthetisches Öl verwenden, können Sie es problemlos durch ein anderes ersetzen, ohne sich Sorgen zu machen. Bei herkömmlichen Ölen besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie nicht harmonisch zusammenarbeiten.
Schließlich sollten Sie beachten, dass synthetisches Öl zu jeder anderen Art von Öl hinzugefügt werden kann. Wenn das bereits vorhandene Öl synthetisch oder halbsynthetisch ist, ändert sich nichts, und das konventionelle Öl wird halbsynthetisch. Synthetische Öle haben die Aufgabe, die Motorkomponenten auf sehr effiziente Weise zu reinigen, sodass sie einen zusätzlichen Schutz bieten. Darüber hinaus haben synthetische Öle eine längere Lebensdauer und erfordern selteneren Austausch.
Ein letzter Aspekt, den Sie beachten sollten, sind die Eigenschaften der Öle, die Sie mischen werden. Wenn Sie beispielsweise ein 0W20- und ein 5W20-Öl mischen, sollte es keine Probleme geben, da ihre Viskositätsgrade unterschiedlich sind. Andererseits, wenn Ihr Auto normalerweise 5W20 verwendet und Sie sich für 10W40 entscheiden, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Motor dieses Öl nicht akzeptiert und es zu plötzlichen Leistungseinbußen kommt, die im Laufe der Zeit Schäden am Motor verursachen können.
Zusammenfassend ist es in Situationen, in denen Ihnen fast kein Öl mehr zur Verfügung steht, sicherlich besser, ein etwas anderes Öl zu verwenden, anstatt ohne Schmierung des Motors zu fahren und die internen Komponenten zu beschädigen. Wenn Sie jedoch verschiedene Arten von Öl mischen, sollten Sie weiterhin so wenig wie möglich fahren und das Öl und die Filter vollständig austauschen, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben. Die einfachste Methode besteht darin, sicherzustellen, dass Sie immer Ersatzöl im Kofferraum haben, um auch mit den unangenehmsten Situationen fertig zu werden.
Bildquelle: https://www.tuningblog.eu/