- Das Lenkgetriebe wandelt Lenkradbewegung in Richtungsänderungen der Räder.
- Typen: mechanisch, hydraulisch, elektro-hydraulisch oder elektrisch.
- Wartung: Ölstand prüfen und Ölwechsel alle 50.000 km oder 3 Jahre.
- Sichtprüfung: Lecks, Staub- und Schutzmanschetten, Schläuche, Pumpe prüfen.
Das Lenkgetriebe ist eine der lebenswichtigen Komponenten eines jeden Fahrzeugs, und ein Defekt daran kann während der Fahrt zu extrem gefährlichen Situationen führen. Das Erkennen von Warnzeichen und Wartungsmethoden kann Ihr Leben retten und langfristig Geld sparen.
In diesem vollständigen Leitfaden werden wir alles über [Lenkgetriebe] erkunden – von seiner Funktionsweise bis hin zu Reparatur- und Rekonditionierungsmethoden. Egal, ob Sie Anfänger oder erfahrener Fahrer sind, diese Informationen werden Ihnen äußerst nützlich sein.
Was ist das Lenkgetriebe und wie funktioniert es
Das Lenkgetriebe ist die Hauptkomponente, die die Bewegung des Lenkrads in die Richtungsänderung der Räder des Fahrzeugs umsetzt. Dieses komplexe System sorgt für die direkte Verbindung zwischen den Absichten des Fahrers und der Fahrbahnführung des Autos.
Das System funktioniert über eine Welle, die Lenkrad und Lenkgetriebe verbindet. Die Reihenfolge der Befehlsübermittlung lautet: Die Lenkradbewegung wird durch die Welle an das Lenkgetriebe übertragen, welches daraufhin die Räder nach links oder rechts lenkt.
Typen des Lenkgetriebes
Mechanisches Lenkgetriebe (ohne Servolenkung) Die einfachste Form, besteht aus einer Zahnstange und einem Ritzel. Erfordert erheblichen Kraftaufwand zum Manövrieren, vergleichbar mit einem Krafttraining im Fitnessstudio jedes Mal, wenn Sie das Lenkrad drehen.
Lenkung mit hydraulischer Servolenkung Lenkung mit hydraulischer Servolenkung – ein durch Servolenkung unterstütztes System, das auf Pumpen, Rohre und Ventile setzt. Vorteile: konstante Unterstützung, besonders bei niedrigen Drehzahlen.
Elektro-hydraulische Lenkung In diesem System wird die Servopumpe von einem separaten Motor angetrieben, unabhängig von der Riemenleistung. Vorteil ist, dass die Unterstützung nicht von der Motordrehzahl abhängt.
Elektrische Lenkung Das fortschrittlichste System, bei dem kein physischer Achsenstrang zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe besteht. Das Lenkrad ist mit einem Sensor verbunden, der Bewegungen erkennt und Informationen an einen auf dem Lenkgetriebe montierten Motor sendet. Dieses System:
- misst die Geschwindigkeit der Fahrzeugbewegung
- passt die Lenkanforderung automatisch an
- reduziert den Kraftstoffverbrauch
- bietet eine sanftere Lenkung bei niedrigen Geschwindigkeiten und eine festere bei hohen Geschwindigkeiten
Wartung des Lenksystems
Regelmäßige Ölprüfung
Der wichtigste Aspekt der Wartung ist die Aufrechterhaltung des richtigen Servolenköls. Prüfen Sie monatlich den Ölstand und die Farbe des Öls.
Wechsel des Servolenkungsöls
Das Öl muss bei maximal 50.000 km oder 3 Jahren gewechselt werden, je nachdem, was zuerst eintritt. Abgebautes Öl verliert Schmier-Eigenschaften und kann zu vorzeitigem Verschleiß führen.
Sichtprüfung
Überprüfen Sie regelmäßig:
- Undichtigkeiten unter dem Fahrzeug
- Zustand der Staub- und Schutzmanschetten
- Integrität der Schläuche
- Funktion der Servopumpe
Anzeichen eines defekten Lenkgetriebes
Frühe Warnzeichen
- Lenkung wird schwerer: Der Kraftaufwand für das Drehen des Lenkrads nimmt zu
- Ölverlust: Ölflecken unter dem Fahrzeug in Rot- oder Gelbtönen
- Schleudernde Lenkung beim Einlenken: Unkontrollierte Lenkeinschläge
- Ungewöhnliche Geräusche: Quietschen oder metallische Geräusche beim Lenken
- Spiel im Lenkrad: Das Lenkrad kann leicht gedreht werden, ohne dass die Räder reagieren

Hauptursachen der Defekte
Die Lenkung verschleißt vor allem durch:
- Schlecht erhaltene Straßen: Schlaglöcher, die wiederholt auftreten, verschleißen
- Schienen des Gleissystems: Stöße durch die Federung übertragen
- Gepflasterte Straßen: Ständige Vibrationen verschleißen Bauteile
- Mangelhafte Wartung: Altes Öl verliert Eigenschaften
- Natürlicher Verschleiß: Bewegliche Bauteile nutzen sich im Laufe der Zeit ab
Optionen für die Reparatur des Lenkgetriebes
1. Austausch mit Teilen aus Demontage
Vorteile:
- Sehr geringe Kosten
- Schnelle Verfügbarkeit
Nachteile:
- Unbekannter Zustand des Teils
- Hohes Risiko eines schnellen Defekts
- Keine Garantie
- Könnte erneut ersetzt werden müssen
2. Einbau eines neuen Lenkgetriebes
Vorteile:
- Vollständige Garantie
- Höchste Zuverlässigkeit
- Optimale Leistung
Nachteile:
- Sehr hohe Kosten
- Wartezeiten bei der Bestellung
3. Rekonditionierung des vorhandenen Lenkgetriebes
Vorteile:
- Optimelles Preis-Leistungs-Verhältnis
- Servicegarantie
- Getestete Bauteile
- Gute Lebensdauer
Nachteile:
- Längerer Bearbeitungszeitraum
- Abhängigkeit von der Qualität des Servicestudios
Prozess der professionellen Rekonditionierung
Hauptkomponenten des Lenkgetriebes
- Innere Zahnstange (Kremlier)
- Ritzel (Zahnradtyp)
- Ventilblock
- Hydraulikleitungen
- Hydraulikzylinder
- Dichtungen und Simmeringe
Etappen der Rekonditionierung
1. Erstdiagnose Das Lenkgetriebe wird auf einer spezialisierten Prüfbank montiert, um Fehler zu testen und zu identifizieren.
2. Vollständige Demontage Alle Komponenten werden systematisch demontiert, um eine detaillierte Inspektion durchzuführen.
3. Reinigung und Vorbereitung
- Alle Metallteile werden entfettet
- Rostige Bauteile werden gestrahlt
- Die Oberflächen werden für die Aufarbeitung vorbereitet
4. Austausch verschlissener Komponenten
- Dichtungen und Simmeringe werden vollständig ersetzt
- Abgenutzte Lager werden gewechselt
- Das Ventilblock wird rekonditioniert

5. Rectifizierung der Bauteile Der komplexeste Schritt umfasst:
- Rekonstruktion der Zahnstange
- Rectifizierung des Ritzels
- Beseitigung des Spiels durch Schweißen und Bearbeitung am Drehautomaten
- Sicherstellung des perfekten Kontakts der Bauteile
6. Montage und Prüfung
- Montage aller rekonditionierten Komponenten
- Prüfung auf der Bank zur Funktionsprüfung
- Endjustierungen zur Beseitigung von Spiel
Dauer und Kosten der Rekonditionierung
Die Rekonditionierung eines Lenkgetriebes dauert durchschnittlich 5–6 Stunden spezialisierte Arbeit. Die Gesamtdauer kann 2–3 Tage betragen, einschließlich Testen und Endabstimmung.
Die Kosten variieren je nach:
- Modell und Marke des Fahrzeugs
- Verschleißgrad der Bauteile
- Komplexität des Lenksystems
- Tarife des spezialisierten Service
Vorbeugung von Problemen am Lenkgetriebe
Fahrtipps
- Vermeiden Sie Schlaglöcher und große Hindernisse
- Reduzieren Sie die Geschwindigkeit auf unebenen Straßen
- Drehen Sie das Lenkrad nicht am Anschlag
- Vermeiden Sie wiederholte Stöße am Lenksystem
Präventive Wartung
- Wechseln Sie das Servolenkungsöl rechtzeitig
- Prüfen Sie monatlich den Ölstand
- Visuelle Inspektion des Systems auf Leckagen
- Regelmäßige Kontrollen beim Service
Fazit und abschließende Empfehlungen
Probleme mit dem Lenkgetriebe sollten niemals aufgeschoben werden. Bei ersten Anzeichen einer Fehlfunktion suchen Sie umgehend eine spezialisierte Werkstatt auf. Verzögerungen können zu:
- Verschlimmerung des bestehenden Problems
- Beschädigung anderer Bauteile (Servopumpe, Fahrwerk)
- deutlich höheren Reparaturkosten
- größeren Sicherheitsrisiken führen
Unsere Empfehlung: Wählen Sie Rekonditionierung bei einem spezialisierten Service, der Garantie bietet und das Teil nach der Reparatur testet. Dieser Kompromiss zwischen Kosten und Qualität ist die optimale Lösung für die meisten Fahrer.
Für eine lange Lebensdauer des Lenksystems beachten Sie den präventiven Wartungsplan und fahren Sie so, dass die mechanischen Bauteile des Fahrzeugs geschützt werden.
Bildquelle: detroitaxle.com, carid.com, maverickforums.net, autoparts-newair.com