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Zusammenfassung
  • Kompressionstest zeigt Zustand von Ventilen, Kolbenringen und Zylinderkopfdichtung.
  • Typische Kompression liegt ca. 10–20 bar, Abweichung ±10 Prozent.
  • Dieselmotoren haben höhere Kompression als Benzinmotoren.
  • Bei Anzeichen wie Rauch, Leistungverlust oder erhöhtem Verbrauch Kompressionstest erwägen.

Auch wenn die Automobile auf dem Markt mit immer fortschrittlicheren und leistungsfähigeren Technologien gebaut werden, die die Lebensdauer der Motorenteile deutlich verlängern, sind ihre Teile dennoch verschleißanfällig und erfordern regelmäßige Kontrollen und Erneuerungen. Ein Motor erzeugt Leistung durch die Verdichtung des Kraftstoffs, der in seine Zylinder eintritt, und durch die Verbrennung des Luft-Kraftstoff-Gemischs.

Wenn dieser Prozess stattfindet, entsteht in den Zylindern des Motors ein hoher Druck, der dann zu einer effizienten Verbrennung des Kraftstoffs beiträgt. Wenn einige wichtige Komponenten wie die Kolben oder der Zylinder abgenutzt oder defekt sind, ist die notwendige Verdichtung für eine effiziente Verbrennung nicht mehr möglich.

In diesem Fall ist es notwendig, einen Kompressionstest durchzuführen, der den ersten Schritt zur Identifizierung und Behebung von Fehlern darstellt.

Praktisch gesehen dient ein Kompressionstest dazu, den Zustand des Ventilsystems anzuzeigen und wie die Kolbenringe funktionieren, wenn wir den Motor des Autos benutzen. Speziell können Komponenten wie die Einlass- und Auslassventile, die Zylinderkopfdichtung oder die Kolbenringe im Laufe der Zeit abgenutzt werden, was das Kompressionsniveau erheblich reduziert. Je nach Art des Autos und des Motors, den wir besitzen, kann das erforderliche Kompressionsniveau unterschiedlich sein, aber im Allgemeinen liegt es bei etwa 10-20 bar mit einer Toleranz von plus oder minus 10 %. (In Dieselmotoren wird die Kompression immer höher sein als bei Benzinmotoren).

Um einen Kompressionstest durchzuführen, benötigen wir ein spezielles Manometer, das in die Zündkerze jedes Zylinders eingebaut wird. Wenn wir den Motor des Autos starten und beschleunigen, zeigt das Manometer das Kompressionsniveau an, das von jedem Zylinder erzeugt wird, was das Auffinden der Fehlfunktion erleichtert.

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, empfehlen wir, einen Kompressionstest durchzuführen, bevor die Probleme sich ausbreiten und schwerwiegender werden: im Fall von Rauch, der beim Beschleunigen austritt; wenn das Auto beim Beschleunigen an Leistung verliert und eine bestimmte Motordrehzahl nicht überschreiten kann; wenn das Auto viel mehr Kraftstoff verbraucht als sonst; wenn der Motor leicht überhitzt und viel Öl verbraucht; oder wenn Sie spürbare Vibrationen vom Motor bemerken.

Wenn Sie planen, einen Kompressionstest durchzuführen, um die korrekte Funktion Ihres Motors zu überprüfen, sollten Sie 5 sehr wichtige Schritte befolgen, um ihn korrekt durchzuführen. Außerdem ist es je nach verwendetem Kompressionstester notwendig, dessen Bedienungsanleitung zu konsultieren, da die Funktionalität variieren kann.

Bevor der Test begonnen wird, muss der Motor auf seine normale Betriebstemperatur gebracht werden. Die meisten Motorkomponenten sind so ausgelegt, dass sie optimal funktionieren, wenn der Motor warm ist, und nur so können wir das richtige Kompressionsverhältnis erzielen. Wenn wir die Messung mit einem kalten Motor durchführen, wäre diese fehlerhaft und wir könnten das Problem nicht richtig beheben.

Um den Kompressionstest abzuschließen, ist es notwendig, den Motor des Autos vollständig auszuschalten. Es ist auch notwendig, den Schalter des Kraftstoffpumpenrelais und die elektrische Verbindung des Zündspulenpakets zu trennen, um das Zünd- und Kraftstoffsystem zu deaktivieren, sodass der Motor während des Kompressionstests nicht startet und die Messung korrekt ist.

Um die Messung durchzuführen, ist es notwendig, die Stromquelle von allen Zündkerzen zu trennen und sie anschließend zu entfernen. Das Manometer wird in jede Zündkerze eingesetzt, um die Messung für jeden Zylinder durchzuführen. Es gibt spezielle Manometer, die die Kompression bei mehreren Zündkerzen messen können, aber die kostengünstigeren können die Messung nur individuell für das Kompressionsniveau vornehmen. Um die Kompression in jedem Zylinder zu messen, muss der Motor für kurze Zeiträume gestartet werden, weswegen diese Operation leichter zu zweit durchgeführt werden kann. Der Motor sollte nicht länger als 5 Sekunden laufen, in dieser Zeit sollte er in der Lage sein, die korrekte Messung durchzuführen.

Nach der Durchführung der Messungen für jeden Zylinder und der Notierung der erhaltenen Daten, raten wir, ein Servicehandbuch oder das Benutzerhandbuch des Fahrzeugs zu konsultieren, um die Parameter zu bestimmen, in denen sich Ihr Motor befinden sollte. Wie bereits erwähnt, ist der allgemeine Druck normalerweise um die 100 psi, aber es ist sehr wichtig, die Unterschiede zwischen den Zylindern zu berücksichtigen, wenn diese signifikant sind. Es sollten keine Unterschiede größer als 10 % in Bezug auf den Druck jedes Zylinders bestehen, andernfalls haben wir wahrscheinlich ein Kompressionsproblem.

Ein Kompressionstest ist immer eine gute Idee bei bestimmten Motorausfällen oder wenn Sie unsicher sind, ob er richtig funktioniert, da dies uns sehr schnell helfen kann zu verstehen, welche Komponenten den Ausfall verursachen. Wenn das Kompressionsniveau jedoch niedrig ist, können die notwendigen Reparaturen ziemlich umfangreich und in der Regel kostspielig sein. In diesem Fall empfehlen wir dringend, sich an einen Profi zu wenden, bevor sich die Probleme verschlimmern.