- Zündkerzen erzeugen Funken im Brennraum und zünden das Gemisch.
- Bis zu 40.000 Volt Spannung; Funke beim oberen Totpunkt entzündet das Gemisch.
- Check-Engine-Leuchte, unruhiger Motor, Vibrationen, Leistungsverlust als Warnsignale.
- Regelmäßiger Zündkerzenwechsel verhindert Zündaussetzer und Kosten.
Zündkerzen sind wesentliche Komponenten des Zündsystems und verantwortlich für den Start des Verbrennungsvorgangs in Benzinmotoren. Strategisch im Zylinderkopf angeordnet, reichen sie bis in den Brennraum, wo sie ihre lebenswichtige Aufgabe erfüllen – den Funken zu erzeugen, der das Luft-Kraftstoff-Gemisch entzündet.
Aufbau und Funktionsweise der Zündkerze
Die Struktur einer Zündkerze ist überraschend einfach, aber äußerst effizient. Jede Zündkerze besteht aus:
- Zentralelektrode – umgeben von einem keramischen Isolator (Porzellan), der den Stromfluss verhindert
- Metallgehäuse – sorgt für die Befestigung im Zylinderkopf und den Masseanschluss
- Seitenelektrode – am unteren Ende positioniert, bildet den Raum, in dem der Funke entsteht

Die Funktionsweise der Zündkerze basiert auf grundlegenden elektrischen Prinzipien. Die Induktionsspule erzeugt eine extrem hohe Spannung (bis zu 40.000 Volt), die über ein Kabel zur Zentralelektrode der Zündkerze geführt wird. Wenn dieser Strom das Ende der Zündkerze erreicht, schafft der geringe Abstand zur Seiten-Elektrode ideale Bedingungen für die Entladung.
Der Funke muss genau im Moment auftreten, in dem der Kolben den oberen Totpunkt (OT) erreicht und das Gemisch maximal komprimiert ist. Die kontrollierte Explosion treibt den Kolben nach unten, die Energie wird auf die Kurbelwelle übertragen und schließlich auf die Räder des Fahrzeugs.
Anzeichen defekter Zündkerzen: 7 Warnsignale
Die frühzeitige Erkennung einer defekten Zündkerze kann gravierende Probleme und Kosten verhindern. Hier sind die häufigsten Symptome:
1. Check-Engine-Leuchte geht an

Zündkerzen, die verschlissen oder defekt sind, stören den normalen Motorlauf und verursachen Zündaussetzer. Die Motorsteuerung (ECU) erkennt diese Anomalien und schaltet die Check-Engine-Anzeige auf dem Armaturenbrett ein.
Achtung: Wenn die Check-Engine-Leuchte flackert, ist die Situation kritisch. Das Blinken signalisiert schwere Zündaussetzer, die den Katalysator beschädigen können – ein sehr teilespendendes Teil. In diesem Fall Motor abstellen und sofort Hilfe anfordern.
2. Unregelmäßiger Betrieb und übermäßige Vibrationen
Ein gut laufender Motor arbeitet gleichmäßig, jeder Zylinder trägt gleich zur Gesamtleistung bei. Eine verschlissene Zündkerze kann das Zündgemisch in ihrem Zylinder nicht mehr zuverlässig entzünden, was ein mechanisches Ungleichgewicht verursacht.
Conseqenzen sind:
- Vibrationen im Lenkrad und an der Karosserie
- Motor läuft rumpelig auch im Leerlauf
- Ungewöhnliche Motorengeräusche
- Instabilität bei niedrigen Drehzahlen

3. Leistungsverlust und schwache Beschleunigung
Wenn man das Gaspedal betätigt, erwartet man eine lineare, progressive Reaktion des Motors. Defekte Zündkerzen stören dieses Verhalten:
- Das Auto “erstickt” beim Beschleunigen
- Plötzlicher Leistungsverlust über den gesamten Drehzahlbereich
- Verzögertes Gasannahme-Verhalten
- Unfähigkeit, hohe Drehzahlen zu erreichen
Diese Symptome verstärken sich in Situationen, in denen maximale Leistung gefragt ist (Überholmanöver, Steigungen, Anfahrten von der Stelle).
4. Erhöhter Kraftstoffverbrauch
Eine defekte Zündkerze stört den Verbrennungsprozess. Wenn das Gemisch nicht sauber brennt, kompensiert der Motor durch:
- Mehr Kraftstoff einspritzen
- Höhere Leerlaufdrehzahlen, um dieselbe Leistung zu erzielen
- Betrieb in einem anspruchsvolleren Bereich, um den defekten Zylinder zu kompensieren
Wenn Sie einen signifikanten Anstieg des Kraftstoffverbrauchs bemerken (15–20% oder mehr) ohne offensichtliche Ursache, prüfen Sie den Zustand der Zündkerzen. Weitere Ursachen können ein verstopfter Luftfilter oder Sensorprobleme des Motors sein.
5. Schwierig Starten des Motors
Ein Motor mit gutem Zustand der Zündkerzen startet sofort, mit maximal 2–3 Umdrehungen des Anlassers. Abgenutzte Zündkerzen verlängern diesen Prozess deutlich:
- Der Motor dreht sich mehrmals, bevor er anspringt
- Holprige Starts, insbesondere morgens oder bei kaltem Motor
- In Extremfällen springt der Motor gar nicht an
Problem verschlimmert sich bei kaltem Wetter, wenn das kalte Gemisch schwerer zündet.

6. Ungewöhnliche Gerüche im Innenraum
Ein weniger offensichtliches, aber aufschlussreiches Symptom ist das Auftreten charakteristischer Gerüche:
- Geruch nach Schwefel oder faulen Eiern
- Geruch von ungebranntem Benzin
- Schwarzer Rauch aus dem Auspuff
Diese Gerüche entstehen, weil das Gemisch unvollständig verbrannt wird. Der Katalysator versucht, Rückstände zu verbrennen, was diese Gerüche verursacht. Langfristige Exposition kann den Katalysator schädigen.
7. Optischer Zustand der Zündkerzen
Eine visuelle Inspektion liefert wertvolle Hinweise auf den Zustand der Zündkerzen und die Motorfunktion:
- Schwarze, rußige Ablagerungen – zu mageres oder zu reiches Gemisch
- Geschmolzene oder verbrannte Elektroden – defekte Zündkerze oder falscher Temperaturbereich
- Weiße Ablagerungen – Motor überhitzt oder unzureichendes Schmiermittel
- Ölige Ablagerungen – Probleme an Ventilsitzen oder Ventilsführungen
- Normales Aussehen – grau-beige Farbe am Isolator
Wartung und Austausch der Zündkerzen

Die richtige Wartung der Zündkerzen ist entscheidend für einen optimalen Motorbetrieb:
Wechselintervalle:
- Zündkerzen mit Kupfer-Elektrode: 20.000–30.000 km
- Zündkerzen mit Platin-Elektrode: 60.000–80.000 km
- Zündkerzen mit Iridium-Elektrode: 100.000–120.000 km
Notwendige Kontrollen:
- Abstand zwischen Elektroden (Funkenlücke) – sollte mit einem Messwerkzeug gemessen und gemäß den Vorgaben des Herstellers angepasst werden (in der Regel 0,6–1,3 mm)
- Zustand der Elektroden – sollten nicht abgenutzt, geschmolzen oder mit Ablagerungen bedeckt sein
- Keramische Isolierung – keine Risse oder Brüche
- Gewinde – sauber und unbeschädigt
Tipps für den Austausch:
- Wechseln Sie immer alle Zündkerzen gleichzeitig, nicht nur die defekten
- Verwenden Sie nur vom Hersteller empfohlene Zündkerzen (korrekter Temperaturbereich)
- Ziehen Sie die Zündkerzen auf das im Hersteller angegebenen Drehmoment fest (mit einer Drehmomentschlüssel)
- Tragen Sie Anti-Seize-Paste auf das Gewinde auf, um zukünftiges Lösen zu erleichtern
- Einige moderne Motoren haben pro Zylinder zwei Zündkerzen für maximale Effizienz
Wann zum Service gehen: Obwohl der Zündkerzenwechsel einfach wirkt, gibt es Situationen, in denen es sinnvoll ist, einen Profi zu beauftragen:
- Motoren mit schwerem Zugang zu Zündkerzen (Demontage mehrerer Teile)
- Fehlende Spezialwerkzeuge (Drehmomentschlüssel, Elektrodenkalibrierung)
- Unsicherheit bezüglich der korrekten Spezifikationen
- Motoren mit komplexer Konfiguration (V6, V8, Boxer)
Die Kosten pro Zündkerze variieren je nach:
- Elektrodentyp (Kupfer: 10–20 Lei, Platin: 30–50 Lei, Iridium: 50–150 Lei)
- Marke und Modell des Fahrzeugs
- Baujahr (moderne Motoren erfordern strengere Spezifikationen)
Wichtig: Vernachlässigte Zündkerzen können zu:
- Beschädigung des Katalysators (Kosten 2.000–5.000 Lei)
- Frühzeitiger Verschleiß der Zündspulen
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch
- Beschädigung des Verbrennungsraums führen
Eine Investition von einigen Hundert Lei in neue Zündkerzen kann Reparaturkosten in Tausenden Lei verhindern. Die Einhaltung der Wartungsintervalle und die Verwendung hochwertiger Teile gewährleisten einen optimalen Betrieb und eine längere Motorlebensdauer.