- Ein Auto kostete den Gegenwert einer kompletten Wohnung, unerschwinglich für die Mehrheit.
- Nachfrage überstieg Angebot; Bürokratie und Kosten machten Kauf fast unmöglich.
- Dacia symbolisierte Status und Bewegungsfreiheit in Rumänien.
- Die Studie „Sub imperiul ispitei“ erschien 2013 in Caietele CNSAS.
In den letzten Jahrzehnten des kommunistischen Regimes war der Erwerb eines Dacia-Pkws ein absolut unerschwinglicher Traum für die Mehrheit der Rumänen. Obwohl die Nachfrage nach Autos das Angebot bei Weitem überstieg, machten die astronomischen Kosten und die komplexen bürokratischen Verfahren diesen Kauf zu einer echten Herausforderung. Ein Auto kostete den Gegenwert einer kompletten Wohnung, und für diejenigen ohne politische Verbindungen oder Einfluss war der Weg zum Eigentum eines Fahrzeugs mit fast unüberwindbaren Hindernissen.
Wirtschaftlicher und sozialer Kontext des rumänischen Automobilismus
In den späten ’80er-Jahren war Dacia zu einem Symbol der Erwartungen der Mittelschicht in Rumänien geworden. Das Auto war nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern repräsentierte den sozialen Status und die Bewegungsfreiheit in einer Gesellschaft, die stark kontrolliert war. Ohne ein umfangreiches System von Nepotismen, Kontakten oder politischen Beziehungen garantierte der Großteil der Bevölkerung nicht einmal die beträchtliche finanzielle Anstrengung, die Verwirklichung dieses Traums sicherzustellen.
Eine detaillierte und gut dokumentierte Studie über die Bemühungen der Rumänen, ein Auto aus heimischer Produktion zu erwerben, wurde 2013 in den Caietele CNSAS publiziert (eine halbjährlich erscheinende Zeitschrift des Nationalen Rates zur Erforschung der Archive der Securitate). Die Studie mit dem Titel „Sub imperiul ispitei. Autoturismul, românii și Securitatea în anii ’70-’80