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9 wesentliche fahrtechniken, die niemand in der fahrschule lernt
Nützliche Tipps

9 wesentliche fahrtechniken, die niemand in der fahrschule lernt

26 Dez 2025 · Aktualisiert: 30 Dez 2025
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Zusammenfassung
  • Seitenspiegel optimal einstellen, um den toten Winkel zu eliminieren.
  • Fahrzeugtyp-spezifische Eigenschaften beachten, Gangwahllogik verstehen, Bremsweg berücksichtigen.
  • Fortgeschrittene Parktechniken: Pivot-Punkt nutzen und Distanz mit Spiegeln abschätzen.

Jedes Jahr steigt die Zahl der Personen, die den Führerschein in Rumänien erwerben, deutlich an. Obwohl moderne Autos sicherer und einfacher zu fahren sind als jemals zuvor, gibt es grundlegende Aspekte, die Fahrschulen nicht im Detail behandeln. Diese sogenannten Geheimnisse des defensiven Fahrens können den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen Fahrer und einem wirklich kompetenten Fahrer ausmachen.

Die folgenden 9 fortgeschrittenen Techniken verbessern Ihre Sicherheit am Steuer und den Fahrkomfort deutlich. Es sind Strategien, die erfahrene Fahrer im Laufe der Jahre gelernt haben, aber die selten systematisch vermittelt werden.

Optimale Einstellung der Seitenspiegel zur Beseitigung des toten Winkels

Die Seitenspiegel sind deine primären Sicherheitsinstrumente und in den meisten Fahrsituationen sogar wichtiger als der Rückspiegel. Sie geben dir Sicht auf die angrenzenden Spuren und verringern den toten Winkel – den gefährlichen Bereich, in dem andere Fahrzeuge aus dem Sichtfeld verschwinden.

Für die korrekte Einstellung richte die Spiegel so ein, dass du nur einen kleinen Teil deines eigenen Fahrzeugs am inneren Rand des Spiegels siehst. Die meisten Fahrer stellen sie falsch ein und sehen zu viel vom eigenen Fahrzeug. Wenn die Spiegel richtig eingestellt sind, wird ein Fahrzeug, das dich überholt, aus der Rückspiegelansicht direkt in die Sicht des Seitenspiegels und danach in die Peripheriesicht gelangen, wodurch der tote Winkel vollständig eliminiert wird.

Kenntnis der fahrzeugspezifischen Eigenschaften

Jeder Fahrzeugtyp hat spezifische Merkmale, die die Fahrtechnik beeinflussen. Automatikgetriebe erfordern einen anderen Ansatz als Schaltgetriebe – die Beschleunigung ist gleichmäßiger, aber du musst die Logik der Gangwahl verstehen und vermeiden, während der Fahrt das Bremspedal gedrückt zu halten.

Ein SUV hat einen höheren Schwerpunkt, was ihn in Kurven bei hohen Geschwindigkeiten instabil macht und anfälliger für Umkippen. Fahrzeuge mit Frontantrieb verhalten sich anders als solche mit Heckantrieb, besonders auf rutschigen Untergründen. Der Bremsweg variiert erheblich mit dem Gewicht des Fahrzeugs – ein voll beladenes Monovolum benötigt 30-40% mehr Bremsweg als ein kleines Stadtfahrzeug.

Fortgeschrittene Parktechniken in engen Räumen

Effizientes Parken im dicht besiedelten Stadtumfeld ist eine entscheidende Fähigkeit, die Stunden an Zeit sparen kann. Die Grundtechnik zum parallelen Parken umfasst präzise Orientierungspunkte: Wenn sich der Seitenspiegel mit dem Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs ausrichtet, kannst du mit der Einparkbewegung beginnen.

Für das Parken in sehr engen Räumen verwende die Pivot-Punkt-Technik – identifiziere den festen Punkt, um den sich das Auto dreht, und nutze ihn als Orientierungspunkt. Außerdem lerne, Distanzen mit den Spiegeln abzuschätzen – die meisten modernen Autos haben Führungsmarkierungen oder Sensoren, aber das räumliche Verständnis bleibt grundlegend.

Sicheres Durchqueren von Pfützen und überfluteten Bereichen

Durchqueren von Pfützen und überfluteten Bereichen gehört zu den größten Risikoquellen für den Motor. Wasser, das in das Ansaugsystem eindringt, kann katastrophale Motorschäden durch Hydrolock verursachen.

Grundregeln für das Durchqueren von Wasser:

  • Überschreite niemals 5–10 km/h beim Durchqueren von Wasser
  • Halte die Beschleunigung konstant, um zu vermeiden, dass Wasser in den Auspuff gesaugt wird
  • Beim Durchqueren nicht abrupt bremsen oder beschleunigen
  • Wenn das Wasser die Bordsteine übersteigt, geh kein Risiko ein – suche eine alternative Route
  • Nach der Durchquerung die Bremsen durch sanftes Betätigen testen, um Feuchtigkeit zu entfernen

Verkehrslesen und Vorhersage des Verhaltens anderer Fahrer

Professionelle Fahrer entwickeln die Fähigkeit, den Verkehr 10–15 Sekunden im Voraus zu lesen. Dies bedeutet, nicht nur das Fahrzeug vor dir zu beobachten, sondern auch jene davor, die Bewegungen von Nutzfahrzeugen mit besserer Sicht zu verfolgen und Bandwechsel vorherzusehen.

Lastwagen und Busse sind ausgezeichnete Indikatoren des Verkehrs – deren Fahrer sehen weiter und beginnen zu bremsen oder die Spur zu wechseln, noch bevor andere Verkehrsteilnehmer handeln. Außerdem achte auf das Verhalten von Fußgängern an Zebrastreifen – ihre Bewegungen können die Absichten der Gegenverkehrsfahrer anzeigen.

Einstellung und Nutzung des Rückspiegels

Der zentrale Rückspiegel spielt eine spezifische Rolle in der Sicherheitsbilanz – er bietet dir einen Überblick über den Verkehr hinter dir über eine große Distanz. Positioniere ihn so, dass du die gesamte Heckscheibe im Spiegel erfasst, ohne den Kopf zu bewegen.

Die meisten modernen Spiegel verfügen über eine Tag/Nacht-Blendfunktion, die Reflexionen der Hecklichter bei Nacht reduziert. Tagsüber nutze die normale Einstellung für maximale Klarheit. Nachts wechsle in den Anti-Blendung-Modus, um die visuelle Belastung zu reduzieren.

Korrekte Nutzung der Handbremse unter verschiedenen Bedingungen

Die Handbremse ist nicht nur zum Parken da – sie ist ein Sicherheitsinstrument mit vielfältigen Anwendungen. Bei Steigungen größer als 5% verwende immer die Handbremse, um eine übermäßige Belastung des Getriebes zu vermeiden.

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen für die kalte Jahreszeit:

  • Bei Temperaturen unter -5°C die Verwendung der Handbremse vermeiden, wenn das Auto auf einer flachen Fläche steht.
  • Die Kabel können einfrieren und die Hinterräder blockieren.
  • Im Winter nutze vorzugsweise den ersten Gang oder den Rückwärtsgang, um das Fahrzeug zu immobilisieren.

In Notfällen kann die Handbremse das Hauptbremssystem ergänzen, sollte aber schrittweise verwendet werden, um ein Blockieren der Hinterräder zu vermeiden.

Sicherer Abstand je nach Bedingungen

Der Sicherheitsabstand ist keine Konstante – er variiert je nach Geschwindigkeit, Wetterbedingungen und Fahrzeugtyp. Die 3-Sekunden-Regel ist ein Minimum unter idealen Bedingungen: Wenn das Fahrzeug vor dir an einem festen Referenzpunkt vorbeifährt, solltest du denselben Punkt nach 3 Sekunden erreichen.

Notwendige Anpassungen für spezielle Bedingungen:

  • Bei Regen: den Abstand verdoppeln (6 Sekunden)
  • Bei Schnee/Eis: den Abstand verdreifachen (9 Sekunden)
  • Auf der Autobahn bei hohen Geschwindigkeiten: mindestens 4-5 Sekunden
  • Hinter Nutzfahrzeugen: den Abstand verdoppeln für bessere Sicht

Korrekte Kurvenführung und Position der Räder

Viele Unfälle entstehen durch eine zu frühe Vorbereitung der Kurve. Wenn du an einer Kreuzung links abbiegen willst, müssen die Räder bis zum Moment des Abbiegens gerade bleiben. Wenn dich jemand von hinten mit eingeschlagenen Rädern trifft, wirst du direkt in den Gegenverkehr gedrückt.

Diese Regel gilt auch beim Einfahren in Höfe oder Parkplätze. Bereite die Manöver mental vor, führe sie jedoch erst aus, wenn der Weg frei ist und du genügend Platz hast, die Kurve sicher abzuschließen.

Diese Techniken mögen am Anfang kompliziert erscheinen, aber mit der Übung werden sie zu Automatismen, die deine Sicherheit und den Fahrkomfort deutlich verbessern. Kontinuierliches Üben und Aufmerksamkeit für Details sind der Schlüssel zur Entwicklung eines effizienten defensiven Fahrverhaltens.