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CFR Călători erkennt Klimaanlagenprobleme in Zügen: Notmodus bei hohen Temperaturen
Nützliche Tipps

CFR Călători erkennt Klimaanlagenprobleme in Zügen: Notmodus bei hohen Temperaturen

26 Dez 2025 · Aktualisiert: 30 Dez 2025
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Zusammenfassung
  • CFR Călători führt extreme Hitze und Klimazonen-Limiten als Ursache an.
  • Bei hohen Temperaturen schaltet die Klimaanlage in Notmodus zur Kühlung.
  • Am 5. Juli funktionierte die Klimaanlage zwischen 11:00 und 17:00 Uhr nicht.
  • Rumänien gehört laut CFR Călători zur Zone II, Anpassung an Klimawandel wird anerkannt.

Reisende, die Züge zum und vom Flughafen Henri Coandă nutzen, sehen sich derzeit mit einem ernsthaften Problem konfrontiert: keine funktionsfähige Klimaanlage im Hochsommer. Club Feroviar hat diese Situation öffentlich gemeldet, und die offizielle Reaktion von CFR Călători hat Kontroversen unter Passagieren ausgelöst.

Im Folgenden erläutern wir die offizielle Stellungnahme von CFR Călători und vergleichen sie mit den Erfahrungen der Reisenden sowie mit möglichen Diskrepanzen.

Offizielle Erklärung von CFR Călători

Die Leitung der Nationalen Gesellschaft für Personenbahnverkehr hat eine unerwartete Erklärung für die Funktionsstörung der Klimaanlagen gegeben. Laut offiziellen Aussagen wäre die Außentemperatur deutlich zu hoch, damit die Klimaanlagen optimale Parameter erreichen können. Darüber hinaus führten die Vertreter aus, dass Rumänien sich nicht in einer Klimazone befinde, die den Einsatz geeigneter Technologien bei extremen Temperaturen erlaubt, wie sie an heißen Tagen auftreten.

Funktionsweise des Klimatisierungssystems unter Extrembedingungen

Aus technischer Sicht behaupte CFR Călători, dass der gesamte Bahnbestand regelmäßig vor Abfahrt geprüft wird. Das Unternehmen bestreitet das Vorhandensein systemischer technischer Probleme und führt Defizite ausschließlich auf extreme Wetterbedingungen zurück.

Der Schutzmechanismus der Klimaanlagen funktioniert wie folgt:

  • Bei sehr hohen Temperaturen wird die Klimaanlage überlastet
  • Bei Überhitzung schaltet das System automatisch in den Notmodus zur Kühlung
  • Der Betrieb wird vorsorglich gestoppt, um schwerwiegendere Defekte zu verhindern
  • Dieser Schutz sollte vorübergehend sein, nicht über längere Zeiträume

Diskrepanzen zwischen offiziellen Aussagen und den Erfahrungen der Reisenden

Vorfall am 5. Juli

Die Praxis vor Ort widerspricht teilweise den offiziellen Erklärungen. Am 5. Juli war die Situation deutlich gravierender als die offizielle Mitteilung vermuten ließ. Laut Aussagen der für die Fahrkartenkontrolle Verantwortlichen funktionierte die Klimaanlage im Zeitraum von 11:00 bis 17:00 Uhr überhaupt nicht, als der Zug am Gara de Nord in Bukarest ankam.

Zu den problematischen Aspekten gehören:

  • Totale Abwesenheit der Klimaanlage über sechs aufeinanderfolgende Stunden
  • Fehlen von Informationen über den Betrieb der Anlage nach 17:00 Uhr
  • Keine angekündigte Absicht, den Zug aus dem Verkehr zu ziehen
  • Fortsetzung der Fahrt unter unzumutbaren Bedingungen für Passagiere

Klimazonen und Anpassung an den Klimawandel

Aktuelle Klassifizierung

CFR Călători erklärt, dass Rumänien in Zone II der Klimaklassifizierung für Klimaanlagen in Eisenbahnfahrzeugen eingeordnet ist. Diese Klassifizierung setzt niedrigere Höchsttemperaturen voraus als Zone I, in der Länder wie Italien und Spanien liegen.

Anerkennung des Anpassungsbedarfs

In einem Moment ungewöhnlicher Offenheit erkennt das Unternehmen an, dass der Klimawandel die Parameter verändert hat, unter denen der Schienenverkehr operiert. Die letzten zwei Jahre brachten Sommer mit deutlich höheren Temperaturen als der historische Durchschnitt, wodurch die aktuellen Systeme unterdimensioniert sind.

CFR Călători erwähnt, dass eine Umklassifizierung Rumäniens in Zone I erwogen wird, was folgende Auswirkungen hätte:

  • Installation leistungsfähigerer Klimasysteme
  • Anpassung der Technologien an Temperaturen über 40°C
  • Substantielle Investitionen in die Modernisierung des Eisenbahnparks
  • Ausrichtung an den Standards von Italien und Spanien

Rumänisches Paradox der Klimatisierung im Bahnverkehr

Was bedeutet die eigentliche Antwort von CFR Călători?

Bei der Analyse der offiziellen Aussagen ergeben sich zwei widersprüchliche Schlüsse:

Erste Interpretation: Die Klimaanlagen werden im Winter besser funktionieren, wenn die Temperaturen niedrig sind und die Systeme nicht mehr in den Notmodus wechseln. Dies ist eine indirekte Anerkennung, dass paradoxerweise das Kühlsystem genau dann optimal funktioniert, wenn es nicht benötigt wird.

Zweite Interpretation: Es gibt keinen funktionierenden Klimaanlagen im Sommer, weil Rumänien nicht in Spanien oder Italien (Länder der Zone I) liegt, sondern in Zone II klassifiziert ist. Diese Begründung ignoriert, dass die Temperaturen in Rumänien in den letzten Jahren denen im Süden Europas ebenbürtig waren oder sie übersteigen haben.

Verantwortung gegenüber den Reisenden

Unabhängig von der Klimazone, in der das Land klassifiziert ist, hat CFR Călători die rechtliche und moralische Pflicht, angemessene Reisebedingungen zu gewährleisten. Passagiere, die Tickets für Bahntransporte bezahlen, haben das Recht auf:

  • eine akzeptable Temperatur innerhalb der Waggons
  • funktionsfähige Belüftungssysteme
  • korrekte Informationen zu den Reisebedingungen
  • Alternativen oder Entschädigungen bei wesentlichen Defiziten

Lösungen für die Zukunft

Das Unternehmen muss mit konkreten Maßnahmen vorgehen, um die Wiederholung solcher Situationen zu verhindern:

  1. Investitionen in moderne Klimaanlagen, angepasst an die aktuellen klimatischen Realitäten
  2. Verstärkte präventive Wartung in den Wochen vor dem Sommer
  3. Backup-Pläne für Fälle, in denen Systeme in den Notmodus wechseln
  4. Transparente Kommunikation – Information der Reisenden über technische Probleme
  5. Entschädigungen für Passagiere bei wesentlichen Leistungsdefiziten

Der Klimawandel ist keine Entschuldigung für mangelhafte Dienste, sondern eine Warnung, dass die Infrastruktur dringend an die neuen Realitäten angepasst werden muss. Reisende in Rumänien verdienen dieselben Transportbedingungen wie jene in Zone I, insbesondere wenn die Temperaturen identisch oder sogar höher sind.

SFoto: Club Feroviar