- Die 60-Tage-Sperre gilt bei schweren Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung.
- Mindestdauer 30 Tage; 60 Tage bei schweren, 90 Tage bei gravierenden Vergehen, Gesamtentzug möglich.
- 15 Strafpunkte binnen 12 Monaten nach Sperre führen zur 60-Tage-Sperre.
- Rote Ampel mit Unfall, Vorfahrt- und Überholverstöße oder temporäre Verbote lösen 60 Tage Sperre aus.
Die Führerschein-Sperre für 60 Tage ist eine der gravierendsten Verkehrsstrafsanktionen in Rumänien und wird bei schweren Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt. Diese Maßnahme entzieht dir nicht nur zwei Monate lang das Recht, ein Fahrzeug zu führen, sondern kann auch langfristige Auswirkungen auf deine Fahrerakte haben.
Das Verständnis der Situationen, die zu dieser schweren Sanktion führen können, ist für jeden Fahrer essenziell, zumal einige dieser Verstöße scheinbar banal erscheinen mögen, aber erhebliche Folgen haben, wenn sie mit erschwerenden Umständen verbunden sind.
Der rechtliche Rahmen der Führerschein-Suspendierung
Die Straßenverkehrsordnung in Rumänien sieht vor, dass die Mindestdauer einer Führerschein-Suspendierung nicht unter 30 Tagen liegen darf. Je nach Schwere der begangenen Tat kann dieser Zeitraum jedoch erweitert werden auf:
- 60 Tage – bei schweren Verstößen
- 90 Tage – bei den gravierendsten Vergehen
- Gesamtentzug – in Extremfällen oder bei Wiederholungsfällen
Die Sperre von 60 Tagen bewegt sich in einem Zwischenbereich und wird für Handlungen angewendet, die die Schwere einer einfachen Ordnungswidrigkeit überschreiten, aber nicht das Niveau der Schwerverstöße erreichen.
Die Verstöße, die zu einer 60-Tage-Sperre führen
Wiederholte Ansammlung von Strafpunkten
Eine der häufigsten Situationen, die zu einer 60-Tage-Sperre führt, ist das Ansammeln von 15 Strafpunkten innerhalb von 12 Monaten nach dem Ablauf einer vorherigen Sperrung. Dieses Verhalten zeigt eine persistente problematische Fahrweise und wird von den Behörden als Wiederholung eingestuft, die eine strengere Sanktion erfordert.
Schwere Verstöße gegen Verkehrsregeln bei Unfällen
Die 60-Tage-Sperre kommt auch in folgenden Fällen zur Anwendung, aber nur, wenn durch den Verstoß ein Verkehrsunfall mit Schäden entstanden ist:
- Überfahren der roten Ampel
- Das Ignorieren des roten Signals ist eine äußerst gefährliche Verletzung der Verkehrsvorschriften
- Führt dieses Verhalten zu einem Unfall mit Sachschäden, wird die Sanktion auf 60 Tage Sperre festgesetzt
- Es ist wichtig zu beachten, dass das einfache Überfahren der Ampel ohne Unfall nicht zu dieser Sperre führt
- Nichteinhaltung der Vorfahrtsregeln
- Dazu gehören Situationen wie das Nicht-Achten auf Vorfahrt an Kreuzungen
- Das Übersehen von Stoppschildern oder Vorfahrt gewähren
- Die Nichtbeachtung der Fußgängervorfahrt an Fußgängerüberwegen
- Verstöße gegen Überholregeln
- Überholen in verbotenen Bereichen (Kurven, Steigungen, Kreuzungen)
- Überholen ohne angemessene Absicherung
- Der späte Wiedereinschwenk in die eigene Spur und damit Gefährdung des Verkehrs
Missachtung temporärer Verkehrsverboten
Dieser Verstoß bezieht sich auf Situationen, in denen Behörden vorübergehende Verkehrsbeschränkungen auf bestimmten Straßen verhängen – zum Beispiel wegen Bauarbeiten, besonderer Veranstaltungen oder widriger Wetterbedingungen. Das Ignorieren dieser Verbote kann zu einer Führerschein-Sperre von 60 Tagen führen.
Verstöße gegen Offizielle Kolonnen
Die Rechtslage ist sehr streng, was das Verhalten in der Nähe offizieller Kolonnen angeht:
- Nichteinhaltung der Regeln beim Passieren offizieller Kolonnen
- Eingreifen in Kolonne – das Einführen eines Fahrzeugs zwischen den Linien der Kolonne
- Rückwärtsfahren hinter der Kolonne ohne Genehmigung
- Überholen der Kolonne, ohne dass dir von den Ordnungskräften ein entsprechendes Zeichen gegeben wurde
Es ist essenziell zu beachten, dass ein Überholen einer offiziellen Kolonne nur erlaubt ist, wenn dir ausdrücklich von befugtem Personal dieses Manöver angezeigt wird.
Fahren entgegen der Fahrtrichtung
Das Fahren in entgegengesetzter Fahrtrichtung gehört zu den gefährlichsten Verstößen der Straßenordnung und führt automatisch zu einer Führerschein-Sperre von 60 Tagen. Die einzige Ausnahme besteht in einer gesetzlich zulässigen Überholmanöver gemäß den geltenden Normen.
Zu dieser Situation gehören:
- das Fahren auf Autobahnen in falscher Richtung
- das Fahren entgegen der Fahrtrichtung auf Einbahnstraßen
- das Umfahren temporärer Hindernisse in Gegenrichtung
Die Folgen der 60-Tage-Sperre
Unmittelbare Auswirkungen
- Verlust der Fahrerlaubnis für zwei aufeinanderfolgende Monate
- Pflicht zur Abgabe des Führerscheins bei der Behörde, die die Maßnahme angeordnet hat
- Unmöglichkeit, während der Sperre eine vorläufige Fahrerlaubnis zu beantragen
Langfristige Folgen
- Eintragung in der Fahrerakte – die Sperre bleibt in den Behördenakten sichtbar
- Höheres Risiko zukünftiger Sanktionen – eine erneute schwere Verletzung kann zu längeren Sperren führen
- Mögliche Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung – einige Versicherer können Prämien erhöhen oder Vertragsverlängerungen ablehnen
Wie man eine Führerschein-Sperre vermeidet
Strikte Einhaltung der Verkehrsregeln
- Besondere Aufmerksamkeit an Ampeln – halte dich stets an Rot
- Beachtung der Vorfahrtsregeln – achte auf Vorfahrtsregelungen gemäß Beschilderung
- Sicheres Überholen – führe Überholvorgänge nur an erlaubten Stellen und mit vollständiger Absicherung durch
Überwachung der Strafpunkte
- Überprüfe regelmäßig die Anzahl der Punkte über die offizielle App oder beim Führerscheindienst
- Nimm an Verkehrserziehungs- oder Punktekursen teil, wenn möglich
- Führe defensives Fahrverhalten ein, um Risikosituationen zu vermeiden
Beachtung temporärer Beschränkungen
- Informiere dich über verkehrsbehindernde Maßnahmen, bevor du losfährst
- Beachte die vorübergehende Beschilderung, auch wenn sie lästig erscheint
- Plane alternative Routen, wenn auf dem üblichen Streckenverlauf Einschränkungen angekündigt sind
Das Verfahren zur Wiedererlangung des Führerscheins
Nach Ablauf der 60-tägigen Sperre erfordert die Wiedererlangung des Führerscheins Folgendes:
- Vorgehen beim Führerscheinservice, der die Maßnahme angeordnet hat
- Nachweis der Begleichung der Bußgeldzahlung, falls eine Geldbuße verhängt wurde
- Prüfung der Erfüllung aller von den Behörden auferlegten Bedingungen
- Physische Abholung des Führerscheins aus dem Depot des Führerscheindienstes
Die Führerschein-Sperre von 60 Tagen bleibt eine harte Sanktion, die die Schwere der begangenen Verkehrsverstöße widerspiegelt. Die strikte Einhaltung der Verkehrsregeln und ein verantwortungsvolles Verhalten am Steuer bleiben die effektivsten Mittel, um dieser unangenehmen und kostenintensiven Situation zu entgehen.