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Motorkompressionswerte: normale werte für diesel- und benzinmotoren
Nützliche Tipps

Motorkompressionswerte: normale werte für diesel- und benzinmotoren

Zusammenfassung
  • Benzinmotoren: Saugmotoren 8:1–10:1, Turbo 6:1–9:1, Hochleistungsmotoren bis 14:1.
  • Dieselmotoren: Standard 14:1–18:1, Moderne 16:1–20:1, Hochleistungs bis 23:1.
  • Höhere Kompression erhöht Effizienz, senkt Verbrauch, steigert Leistung pro Liter.
  • Ursachen für Verlust: abgenutzte Ventile, Dichtungen, falsches Ventilspiel, defekte Ventilsitze.

Die Motorkompression ist einer der wichtigsten Parameter, der die Leistung und Effizienz eines Verbrennungsmotors bestimmt. Das Verständnis der normalen Kompressionswerte für verschiedene Motortypen kann sowohl für die Diagnose als auch für die Bewertung des allgemeinen Motorzustands entscheidend sein.

Die Kompression eines Verbrennungsmotors beschreibt das Verhältnis des Volumens des Brennraums – genauer gesagt das Verhältnis zwischen dem größten Volumen (wenn der Kolben im unteren Totpunkt steht) und dem kleinsten Volumen (wenn der Kolben im oberen Totpunkt steht).

Bedeutung der Kompression für den Motorbetrieb

Ein Motor ohne Kompression oder mit einem niedrigen Kompressionswert kann das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht effizient zünden. Ein höheres Kompressionsverhältnis ist erstrebenswert, da es dem Motor ermöglicht, aus einer bestimmten Menge Luft-Kraftstoff-Gemisch mehr mechanische Energie zu erzeugen, dank der höheren thermischen Effizienz.

  • höhere thermische Effizienz
  • niedrigerer kraftstoffverbrauch
  • mehr leistung pro liter hubraum
  • besseres ansprechverhalten bei beschleunigung

Welche Kompression sollte ein Benzinmotor haben?

Benzinmotoren haben eine normale Kompressionswerte im Bereich niedriger als Dieselmotoren, da das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch einen Funken gezündet wird und die Luft nicht durch übermäßige Kompression erhitzt werden muss.

Normale werte für benzinmotoren:

  • Saugmotoren standard: 8:1–10:1
  • Hochleistungs-Saugmotoren: 10:1–12:1
  • Hochleistungsmotoren: bis zu 14:1 (z. B. Ferrari 458 Italia)
  • Turbo-Motoren: 6:1–9:1 (aufgrund von aufladung)

Benzinmotoren mit niedrigerer kompression sind toleranter gegenüber minderwertigem kraftstoff und erzeugen weniger klopfen (motorklopfen).

Welche Kompression sollte ein Dieselmotor haben?

Dieselmotoren arbeiten nach einem völlig anderen Prinzip als Benzinmotoren. Sie benötigen keinen Funken, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu zünden, sondern verwenden die Zündung durch Kompression.

Normale werte für dieselmotoren:

  • Standard-Dieselmotoren: 14:1–18:1
  • Moderne Dieselmotoren: 16:1–20:1
  • Hochleistungs-Dieselmotoren: bis zu 23:1

Das Gemisch zündet durch die Kompression der luft im Brennraum, diese erreicht Temperaturen von 500–700 °C, ausreichend für die spontane Zündung des eingespritzten Kraftstoffs. Diese hohe Kompression ist entscheidend für das ordnungsgemäße Funktionieren des Dieselmotors.

Ursachen für Kompressionsverlust

Wenn der Kompressionswert Ihres Motors unter dem Normalbereich liegt, deutet das auf technische Probleme hin, die in der Regel kostspielig zu beheben sind.

Wodurch kann der Kolben Kompression im Brennraum verlieren:

1. Über ventile

  • Einlass- oder auslassventile abgenutzt
  • Ventilsitze beschädigt
  • Falsche ventilspiel-Einstellung
  • Verbrannte oder verbogene Ventile

2. Zylinderkopfdichtung

  • Zylinderkopfdichtung beschädigt oder verbrannt
  • Verformung des zylinderkopfs durch Überhitzung
  • Falscher austausch oder Verwendung einer ungeeigneten dichtung

3. Neben den kolbenringen

  • Kolbenringe abgenutzt
  • Der Zylinder verschlissen oder zerkratzt
  • Kolben gerissen oder verformt
  • Kohlerückstände, die die kolbenringe verkleben

Wie wird die Motorkompression gemessen?

Die kompression wird mit einem speziellen gerät gemessen, dem kompressor-metru, und erfordert:

  • Alle zündkerzen (bei benzin) bzw. einspritzdüsen (bei diesel) entfernen
  • Der motor soll betriebstemperatur haben
  • Die batterie vollständig geladen
  • Jede zylinder einzeln testen

Die gemessenen werte sollten zwischen den zylindern gleich sein, mit einem maximalen unterschied von 10–15 %, um einen guten motorzustand anzuzeigen.

SFotoquelle: youtube.com, dannysengineportal.com