- Turbolader hat heiße Abgasseite und kalte Ladeluftseite auf gemeinsamer Welle.
- Ladeluftkühler kühlt Luft, Wastegate regelt Turbinendrehzahl zum Schutz.
- Benziner 1,8L NA erreicht ca. 180 PS mit Turbo; Diesel 1,9L NA ca. 150–180 PS.
- Ölwechsel ist essenziell; minderwertiges Öl schadet Turbolader.
Der Turbolader ist eine der komplexesten und sensibelsten Komponenten moderner Motoren. Das Verständnis seiner Funktionsweise und der Wartungsbedürfnisse kann den Unterschied zwischen teuren Reparaturen und einer langfristig störungsfreien Nutzung ausmachen.
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Wie unsere Vorfahren schätzten wir die Rolle jeder Schraube am alten Dacia; auch heute ist es wichtig, zumindest etwas über die Hauptbauteile des Motors zu wissen.
Was ist die Turbine und wie funktioniert sie?
Funktionsprinzip der Turbine
Eine Turbine besteht aus zwei Teilen:
- Heiße Seite - am Abgasstrang
- Kalte Seite - am Ladeluftweg
Die Abgase des Motors treten in den heißen Turbinenteil ein. Durch den engen Spalt zwischen Gehäuse und Welle wird Druck erzeugt, der die Turbinenflügel dreht. Die Turbine wird so durch die Energie des Abgases in Bewegung gesetzt.
Damit sich das Turbinenrad auf der Ansaugseite und das Rad auf der Abgasseite über eine gemeinsame Welle drehen, besitzen sie dieselbe Drehzahl, aber unterschiedliche Abmessungen. Das Rad an der Ansaugseite saugt Luft aus der Atmosphäre, komprimiert sie und presst sie in den Ansaugtrakt.

Wichtige Hilfskomponenten
Damit die Turbine bei maximalen Parametern arbeitet und den Motor nicht beeinträchtigt, gehören mehrere Bauteile zum Abgas-Ladeluft-System:
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Ladeluftkühler - ein spezieller Kühler, der die Luft vor dem Eintritt in den Motor abkühlt. Die Luft erwärmt sich beim Verdichten, und dieser Kühler sorgt für mehr Sauerstoff im Motor, schützt ihn vor Überhitzung.
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Wastegate-Ventil - auch als Abgas-Auslass bekannt, ventiliert überschüssige Abgase. Es begrenzt und kontrolliert die Rotationsgeschwindigkeit der Turbinenwelle, um die Turbine und den Motor zu schützen.
Vorteile eines Turbomotors
In letzter Zeit setzen große Hersteller auf Turbomotoren, sowohl Diesel als auch Benzin. Der Grund ist die deutlich höhere Effizienz.
Konkrete Leistungsbeispiele
Benzinmotoren:
- 1,8-Liter-Benzinmotor ohne Turbolader (Saugmotor): 90-110 PS
- derselbe Motor mit Turbolader: ca. 180 PS (fast doppelt)
Dieselmotoren:
- 1,9-Liter Diesel ohne Turbolader: 68-75 PS
- derselbe Motor mit Turbolader: 150-180 PS und deutlich höheres Drehmoment
Nachteile und Überlegungen
Nachteile eines Turbomotors sind nicht gravierend, die Zuverlässigkeit kann leicht sinken, insbesondere wenn Fahrer das System nicht ordnungsgemäß warten oder das Fahrzeug mit Turbo nicht sauber bedienen.
Wie man sich um die Turbine des Autos kümmert
Turbo-Autos werden immer häufiger, und es ist wichtig zu wissen, wie man ein turbo-fähiges Fahrzeug richtig nutzt.
Bedeutung des Ölwechsels
Ein äußerst wichtiger Punkt ist der Ölwechsel. Neben der Schmierung der inneren Motorkomponenten sorgt das Öl auch für Schmierung und Kühlung der Turbine.
Es ist essenziell, immer frisches Öl im Motor zu haben, da altes Öl mit Ablagerungen den Transport behindert. Die Turbinenwelle dreht sich mit Geschwindigkeiten von über 150.000 U/min.

Altes Öl wird weniger viskos und fließt durch die Ölkanäle der Turbine deutlich langsamer, was zu Metall-Metall-Reibung und langfristig zu einer geringeren Turbolader-Zuverlässigkeit führen kann.
Wahl des richtigen Öls
Man muss die vom Hersteller empfohlene Viskosität beachten. Öl hat nicht nur Schmierfunktion, sondern auch:
- Kühlung
- Reinigung
- Korrosionsschutz
- hydraulische Funktion
Wenn man ein zu dünnes Öl verwendet, kann es durch Dichtungen entweichen und in den Ansaugtrakt gelangen. Anderes, dickeres Öl kann die Turbine nicht effektiv kühlen und erhöht den Druck auf Dichtungen.
Richtlinien für kaltes Fahren
Ein sehr wichtiger, aber oft unbekannter Grundsatz: Man sollte den Motor im kalten Zustand nicht übermäßig hoch drehen. Wenn der Motor kalt ist, ist das Öl sehr zäh und braucht Zeit, um durch den Motor zu zirkulieren.
Allgemeiner Rat: nicht über 2500 U/min beschleunigen, bis der Kühlmitteltemperaturbereich 90 °C erreicht. Anderenfalls verschleißen Motor und Turbine vorzeitig – dieser Verschleiß kann vermieden werden, wenn man fünf Minuten wartet.
Start-Stopp-System – Vorsicht bei der Nutzung
Das Start-Stopp-System kann für einen aufgeladenen Motor schädlich sein. Wenn Sie sportlich durch die Stadt fahren und an einer Ampel anhalten, erkennt das System nicht, dass die Turbine bereits erhitzt ist und schaltet den Motor ab, wodurch die Turbine nicht gekühlt wird.
Am besten, wenn Sie sportlich fahren, deaktivieren Sie das Start-Stopp-System, um die Turbine zu schützen.

Regeln für das Abstellen des Motors
Nach ruhiger Fahrt: Es genügt, 30 Sekunden zu warten, bevor man den Motor abstellt.
Nach sportlicher Fahrt: Idealerweise einige Minuten warten, damit sich die Turbine abkühlt.
Nach einer langen Autobahnfahrt: Beim Tanken mindestens 2–3 Minuten warten oder den Motor laufen lassen, falls es sich nur um eine kurze Pause handelt.
Was kann an einer Turbine defekt gehen?
Eine Turbine besteht aus vielen bewegten Teilen, aber auch aus einem Schmier- und Kühlsystem (je nach Bauart auch wassergekühlte Turbolader).
Häufige Defekte
- Hauptachse – kann sich durch plötzliche Abkühlung oder unzureichende Schmierung verformen und hat dann Spiel, wodurch Lager belastet werden.
- Wastegate-Ventil – kann aufgrund schlechter Kühlung ausfallen.
- Flügel der Turbinenräder – können beschädigt werden, wenn der Luftfilter nicht rechtzeitig gewechselt wird.
Anzeichen von Defekten
Die Turbine meldet sich oft selbst, wenn sie Probleme hat:
- Zischendes, sirenenartiges Geräusch, das lauter wird
- Verringerte Beschleunigungsleistung – wenn die Turbine Druck verliert, ist Leistung spürbar geringer
- Übermäßiger Rauch aus dem Auspuff
- Steigender Ölverbrauch
Bevor Sie der Turbolader die Schuld geben, prüfen Sie, ob der allgemeine Stand des Fahrzeugs gut ist – es kann andere Defekte geben, die dieselben Symptome verursachen.
Turbo-Reconfiguration – lohnt sich die Investition?
Eine wichtige Feststellung zuerst: Zwischen einer Überholung und einer Reinigung besteht kein Gleichwert.
- Reinigung ist keine Überholung und repariert oder hilft nichts an einem defekten Turbolader.
Was umfasst eine professionelle Überholung
Eine Überholung ist ein professioneller Service, der in einer spezialisierten Kfz-Werkstatt durchgeführt wird und den Austausch aller defekten Turbopartikel durch neue Teile sowie eine anschließende Dynamische Auswuchtung umfasst – entscheidend und nur mit einem speziellen Prüfgerät realisierbar.
Schritte einer vollständigen Überholung
- Demontage und Reinigung – sorgfältig durchgeführt, um Turbinenprobleme zu identifizieren
- Austausch defekter Teile – Dichtungen, Lager, Welle oder andere Bauteile
- Vorprüfung – danach beginnt das Zentrieren und Auswuchten der Turbine
- Endtest – Montage und Funktionsprüfung am Fahrzeug
Eine solche Überholung kann je nach Aufwand 3 bis 8 Stunden dauern (einschließlich Demontage/ Montage am Fahrzeug). Beliebte Turbormarken sind Garrett, Holset, IHI, Mitsubishi usw.
Kosten der Überholung
Diese Überholung kostet im Durchschnitt etwa 4–5 Mal weniger als der Erwerb einer neuen Turbine. Der Preis hängt stark vom gewählten Service und dem Zustand der Turbine ab. Wenn nicht viele Teile betroffen sind, ist der Preis deutlich geringer. Im Großen und Ganzen beginnen die Preise bei ca. 700 lei und reichen bis 1500–1800 lei – abhängig von Marke und Modell des Fahrzeugs.
Tipps zur Verlängerung der Turbolader-Lebensdauer
Um die Lebensdauer des Turboladers zu maximieren, befolgen Sie folgende Empfehlungen:
Grundwartung
- Öl rechtzeitig wechseln, regelmäßig und gemäß der Herstellerempfehlung
- Einen hochwertigen Luftfilter verwenden und wechseln, sobald er sich mit Schmutz zusetzt
- Den Ladeluftkühler stets sauber halten
Fahrstil
- Vermeiden Sie extremes Aufheizen des Motors und verzichten Sie darauf, ihn sofort abzuschalten
- Beschleunigen Sie nicht abrupt bis zu hohen Geschwindigkeiten – lassen Sie Motor und Turbine sich schrittweise erwärmen
- Halten Sie sich an die Aufwärmzeit, bevor Sie den Motor maximal belasten
Wenn Sie diese Tipps beachten, sollten Sie keine Probleme mit der Turbine bekommen. Mit ein wenig Pflege im täglichen Betrieb kann ein Turbo-Motor viele Kilometer ohne Eingriffe halten.
Scritte Quelle: dellsservicecenter.com, cars.com, garrettmotion.com, mechlectures.com