- FSI, TSI und TFSI sind VAG-Direkteinspritzmotoren.
- FSI injiziert Kraftstoff direkt in den Brennraum.
- TSI nutzt Turboaufladung bei Direkteinspritzung.
- TFSI kombiniert Turbo mit Fuel Stratified Injection für höhere Effizienz.
Die FSI-, TSI- und TFSI-Motoren haben die Automobilindustrie durch Direkteinspritzung revolutioniert und liefern leistungsstarke Ergebnisse bei reduziertem Kraftstoffverbrauch. Diese Benzinmotoren des VAG-Konzerns (Volkswagen Audi Group) sind zum Standard vieler Modelle geworden.
Durch das Verständnis der technischen Unterschiede dieser drei Motortypen kannst du beim Kauf eines Fahrzeugs, das mit einer dieser Motorvarianten ausgestattet ist, eine fundierte Entscheidung treffen.
Die Bedeutungen der Abkürzungen FSI, TSI und TFSI
FSI steht für “fuel stratified injection”, TSI für “turbo stratified injection” und TFSI für “turbo fuel stratified injection”.
Alle drei dieser Benzinmotoren stammen vom VAG-Konzern. FSI brachte ein neues Einspritzsystem auf den Markt – statt Benzin in den Ansaugkanal zu spritzen, injiziert dieses System Benzin direkt in den Brennraum.
Vorteile der Direkteinspritzung
Durch diesen technischen Wandel sind FSI-, TSI- oder TFSI-Motoren effizienter im Kraftstoffverbrauch, liefern höhere Leistungen und bieten eine bessere Dynamik als konventionelle Motoren.
Für Technikfans: Bei einem Kilogramm eingespritztem Benzin werden 14,7 kg Luft verbrannt, das entspricht etwa 12.400 Litern.
Nachteile der FSI-Technologie
All diese Vorteile gehen jedoch mit einem Nachteil einher. Beim FSI-Gemisch wird der Luftanteil erhöht, was zu höheren Emissionen beitragen kann.
Deshalb hatte der VAG-Konzern in den USA mit diesen Motoren keinen dauerhaften Erfolg, weil dort Benzin einen hohen Schwefelgehalt hat, der Katalysatoren schädigt und die Käuferbasis für FSI-, TSI- oder TFSI-Motoren schrumpfte.
TFSI-Motor – natürliche Evolution der FSI-Technologie
Der TFSI ist ein FSI, dem zusätzlich eine Turbine hinzugefügt wurde. Durch das fettreiche Luft-Verhältnis und den geringen Kraftstoffanteil konnte die FSI-Technologie ein großes Problem alter Turbomotoren lösen.
Frühere Turbo-Motoren litten unter spontanen Zündungen des Benzins im Zylinder, lange bevor eine Zündung gemäß den Betriebsparametern nötig war. Die Turbine konnte die Luft stark erhitzen und heiße Stellen im Zylinder erzeugen, die Benzin spontan entzündeten.
Mit dem TFSI verschwand dieses Phänomen. TFSI brachte einen Motor mit hohem Verdichtungsverhältnis, sehr hoher thermodynamischer Effizienz und reduziertem Kraftstoffverbrauch.
Merkmale des FSI-Motors
Es ist ein Benzinmotor mit Direkteinspritzung, das Kraftstoff direkt in die Brennräume injiziert. Diese Technologie verbessert die thermodynamischen Bedingungen und erhöht die Motoreffizienz. Die FSI-Motoren verbessern die Leistung und die Dynamik des Motors. Ob 4, 5, 6, 8, 10 oder 12 Zylinder – alle Benzinmotoren von Audi nutzen heute das FSI-System.
Technischer Vergleich: FSI vs TSI
Ähnlichkeiten zwischen FSI und TSI
- Hubraum: 1984 cm³
- Maximale Leistung: 200 PS
- Maximales Drehmoment: 206 Nm
- Ventile pro Zylinder: 4
- Innenzylinderdurchmesser: 82,5 mm
- Hub (innerer Durchmesser) bzw. Hub des Kolbens: 92,8 mm
- Zündreihenfolge: 1-3-4-2

Verbesserungen von TSI gegenüber FSI
- Steuerkette statt Zahnriemen
- Verdichtungsverhältnis 9,6:1 gegenüber 10,5:1
- Motorsteuerung Bosch MED 17 gegenüber Bosch MED9
- 3 O2-Sensoren statt 2 beim FSI
- Öl wird als Düsenstrahlen auf den unteren Bereich der Kolben gespritzt, um Kühlung und Schmierung zu verbessern
- Eine besser ausbalancierte Nockenwelle
- Kraftstoffeinspritzsystem verbessert
- Kolbenkopf modifiziert
- Interne Bauteile modifiziert, um parasitäre Verluste zu eliminieren
- Verbesserte PCV-System
Es ist durchaus offensichtlich, dass der TSI-Motor ein verbessertes und deutlich leistungsfähigeres FSI ist.
Bekannte Probleme der TFSI-Motoren
Ältere Versionen der TFSI-Motoren in den Modellen A5, A4 und Q5 weisen einen werkseitigen Fehler auf, der zu hohem Ölverbrauch führt.
Das Problem scheint auf die Kolbenringe zurückzuführen zu sein, die kleine Öl-Mengen in die Zylinder zulassen; dieses Öl verbrennt und führt zu erhöhtem Ölverbrauch. Fahrer bemerken dies, wenn im Bordcomputer die Ölstandwarnleuchte aufleuchtet.
Wenn die Leuchte anzeigt, dass Öl nachgefüllt werden muss, muss man nicht sofort anhalten, aber man sollte bald Öl nachfüllen.
Betroffene Motoren aufgrund des Ölverbrauchs
Die Motoren 2.0 und 1.8 TFSI, hergestellt vor 2012, sind von den Motorkennbuchstaben CAEB, CDNC und CNDC betroffen.
Probleme der TSI-Motoren
Die TSI-Motoren sind die Antriebe der Mehrheit der VW-Fahrzeuge von 2008 bis 2015. Sie sind ebenfalls recht problematisch, hauptsächlich wegen Zündkerzen- und Zündspulenproblemen.
Wenn du einen TSI-Motor hast und seltsame Motorgeräusche hörst, könnte es Probleme mit dem PCV-Ventil geben. Viele Fahrer berichten zudem über Probleme mit dem Ansaugkanal und der Kraftstoffpumpe.
TSI vs TFSI – Praktische Unterschiede
Der Unterschied zwischen diesen Motoren ist simpel: Beide arbeiten nach dem gleichen Prinzip, doch TSI-Motoren finden sich in VW-Modellen, während TFSI-Motoren in Audi-Modellen verwendet werden.
FSI vs MPI: Welche Technologie ist überlegen?
Ihr habt euch sicher oft gefragt, was der Unterschied zwischen FSI und MPI ist. MPI-Motoren verwenden eine Multipoint-Einspritzung, während FSI-Motoren eine Direkteinspritzung nutzen. Bei MPI wird Benzin aus dem Tank von einer Pumpe eingesaugt und über den Einspritzstrang zu den Injektoren geführt; FSI-Motoren verwenden einen anderen Ansaugkanal.
Echte Meinungen von Autobesitzern
Besitzer Golf 5 1.4 FSI: “Ich würde ununterbrochen damit fahren; mir gefällt, wie gut wir uns auf langen Strecken verstehen. Was mir an ihr gefällt, ist ihre Zuverlässigkeit, und wenn der Motor gepflegt wird, ist er sehr leise und bietet sogar Leistung entsprechend seinem Hubraum; ich war überrascht.”
Besitzer Audi A3 1.4 TFSI: “Man braucht Benzin mit 98 Oktan; Öl wird nur verbraucht, wenn man konstant 500–700 km fährt. Ich habe 150 ml nachgefüllt, und das Fahrwerk ist etwas hart.”
Besitzer Golf 6 2.0 TSI: “Er ist super schnell; ich bin schon mit einem Diesel mit 200 PS gefahren, aber Benzin ist wow. Momentan habe ich ein Problem mit einem Luftsensor und er verbraucht etwas mehr.”
Besitzer Golf 6 1.2 TSI: “Ich hatte nur wenige Probleme in fast 200.000 km; zum Glück. Ich habe nur Lager, defekte Glühlampen, Bremsbeläge und Dinge ersetzt, die mit der Zeit verschleißen – nichts Großes oder Schwer zu reparieren.”
Besitzer Audi A5 2.0 TFSI: “Das Auto war angenehm zu fahren, spaßig, stabil; ich konnte vieles damit erledigen. Die 2.0 TFSI-Motorisierung war jedoch enttäuschend: Werkseitige Probleme mit Kolbenringen, mittlerer bis hoher Ölverbrauch (1 l alle 1500–2000 km), kleine Schwachstellen (Zündspulen, PCV-Ventil). In Sachen Zuverlässigkeit hatten wir einige Probleme (Riemen der Lichtmaschine, Vorderachsschenkel, Radlager, Querlenker, Dichtungen der Ventile) in relativ kurzer Zeit, was ständigen Service erforderlich machte.”
Besitzer Golf 5 1.6 FSI: “Ich fühle mich im Alltag wohl. Es ist wie Fahrradfahren. Es gibt eine Panne: Der Lambdasensor mit NOx-Sensor war teuer, ich habe ihn neu in Deutschland zum halben Preis bekommen.”
SFotoquelle: autosessive.com, pinterest.com, blog.moddedeuros.com, jennings-vw.com