- Regelmäßiger Ölwechsel: mindestens jährlich oder alle 7.500–10.000 km je nach Motor und Öl.
- Öl schmiert, kühlt, reinigt und schützt; verschlissenes Öl verursacht Überhitzung und teure Schäden.
- Ölstand monatlich prüfen: zwischen MIN- und MAX; bei Bedarf mit passendem Öl auffüllen.
- Öldruck-Warnleuchte und Bordmeldungen warnen vor Wechsel; bei Problemen Motor sofort stoppen.
Regelmäßiger Motorölwechsel gehört zu den wichtigsten Wartungsarbeiten an jedem Pkw. Jeder verantwortliche Fahrer sollte diese Prozedur mindestens einmal pro Jahr oder alle 7.500–10.000 km durchführen, abhängig vom Motortyp und der Ölqualität. Das Motoröl ist das lebensnotwendige Element, das den Motorbetrieb sicherstellt, bewegliche Metallteile schmieren und vor vorzeitigem Verschleiß schützen.
Warum der regelmäßige Ölwechsel wichtig ist
Das Motoröl erfüllt mehrere kritische Funktionen im Motorkreislauf. Neben der Schmierung der beweglichen Teile trägt es zur Kühlung des Motors bei, reinigt Verunreinigungen und bildet einen Schutzfilm zwischen den Metallkomponenten. Verliert das Öl seine physikalisch-chemischen Eigenschaften, leiden all diese Funktionen.
Wenn wir den Ölwechsel vernachlässigen und das Fahrzeug über längere Zeit mit verschlissenem Öl betreiben, können die Folgen schwerwiegend sein. Altes Öl schmierte die Metallteile nicht mehr ordnungsgemäß, der Motor überhitzt sich und teure Schäden an der Kurbelwelle, den Kolben, Kolbenringen und Lagern können auftreten.
Manuelle Prüfung des Ölstands und der Qualität
Ein verantwortlicher Fahrer prüft das Öl mindestens einmal pro Monat und vor jeder längeren Reise. Zur Prüfung ziehen Sie den Ölpeilstab, wischen ihn mit einem sauberen Tuch ab, setzen ihn vollständig zurück und ziehen ihn erneut heraus, um den richtigen Stand abzulesen. Das Öl sollte sich zwischen MIN- und MAX-Markierungen befinden.
Ist der Ölstand zu niedrig, muss er mit Öl derselben Spezifikation aufgefüllt werden. Wiederholt sich dies häufig, deutet dies auf eine Undichtigkeit hin, die dringend gefunden und repariert werden muss. Undichtigkeiten können an der Zylinderkopfdichtung, dem Ölablassschraubengehäuse, der Ölwanne oder an verschiedenen Dichtungen auftreten.
Visueller Zustand des Öls
Die Qualität des Öls kann auch visuell beurteilt werden. Frisches Öl hat eine klare Bernsteinfarbe. Im Laufe der Zeit dunkelt es durch Kohlenstoffpartikel und Verunreinigungen, die es sammelt. Wenn das Öl sehr dunkel ist und dicker oder viskoser als üblich, ist es sehr wahrscheinlich verschmutzt oder kontaminiert und muss dringend ersetzt werden.
Öldruck-Warnleuchte und Bordmeldungen
Moderne Autos sind in der Regel mit Sensoren ausgestattet, die Ölqualität und -stand überwachen. Sie warnen durch eine Meldung im Bordcomputer oder eine Leuchte im Armaturenbrett, wann der nächste Ölwechsel und Filterwechsel fällig sind.
Die Öldruck-Warnleuchte (Öl-Tropfen-Symbol) ist am wichtigsten und signalisiert ein sofortiges Problem – wenn sie während der Fahrt aufleuchtet, stoppen Sie den Motor sofort, um schweren Schaden zu vermeiden.
Ungewöhnliche Motorgeräusche
Wenn das Öl Probleme zeigt, bevor ein Wechsel fällig ist, schmiert es die Teile nicht mehr ordnungsgemäß. Wenn zwischen ihnen direkte Reibung Metall-auf-Metall entsteht, erzeugt der Motor ein starkes Mahlen oder Klopfen. Dieses Geräusch weist auf fortgeschrittenen Verschleiß hin und erfordert sofortiges Eingreifen.
Der richtige Wechselabstand
Der erste Faktor ist, dass Ihr Mechaniker immer einen Aufkleber oder eine Karte an der Fahrertürsäule oder am Motorblock anbringt, auf dem der Kilometerstand steht, bei dem der nächste Wechsel fällig ist.
Der Wechselabstand hängt von mehreren Faktoren ab:
- Öltyp: Synthetische Öle ermöglichen längere Intervalle (15.000–20.000 km), während Mineralöle häufigere Wechsel erfordern (5.000–7.500 km)
- Nutzungsbedingungen: Staus, häufiges Ziehen von Anhängerlasten oder extreme Temperaturen verkürzen den Intervall
- Alter des Motors: Ältere Motoren verbrauchen mehr Öl und benötigen häufigere Wechsel
- Herstellerempfehlungen: Konsultieren Sie immer das Handbuch des Fahrzeugs
Der Ölwechsel- und Filterwechselprozess
Der Ölwechsel ist eine relativ einfache Operation, die jeder Fahrer mit Grundkenntnissen durchführen kann. Der Standardprozess umfasst folgende Schritte:
- Aufwärmen des Motors: Der Motor muss warm, aber nicht heiß sein, damit das Öl vollständig abfließen kann
- Auto anheben: Mit einem Lift oder Wagenheber und Sicherheitsstützen
- Lokalisation und Öffnen der Ölablassschraube: Legen Sie eine Auffangwanne bereit, um das gebrauchte Öl aufzufangen
- Vollständiges Ablassen: Warten Sie, bis das gesamte Öl abgelaufen ist
- Dichtungen ersetzen: Die Dichtung der Ölablassschraube sollte jedes Mal ersetzt werden
- Ölfilter wechseln: Die Dichtungen des neuen Filters mit frischem Öl schmieren
- Montage und Festziehen: Ölablassschraube und Filter gemäß Herstellervorgaben festziehen
- Neuöl auffüllen: Die vom Hersteller empfohlene Ölmenge einfüllen
- Stand prüfen: Mit dem Ölpeilstab den korrekten Stand kontrollieren
- Motor starten: Den Motor einige Minuten laufen lassen und auf Undichtigkeiten prüfen
Filter, die besondere Beachtung benötigen
Beim Ölwechsel sollte auch an andere Filter gedacht werden. Prüfen bzw. wechseln Sie diese bei Bedarf:
- Ölfilter: Muss bei jedem Ölwechsel ersetzt werden
- Luftfilter: Prüfen/Wechseln alle 15.000–30.000 km oder jährlich
- Kraftstofffilter: Intervall 40.000–80.000 km, je nach Typ
- Innenraumfilter: Empfohlen jährlich, besonders vor Sommer
Preise der Arbeitsleistung und Gesamtkosten im Jahr 2025
Die Gesamtkosten für den Ölwechsel variieren stark je nach mehreren Faktoren. Die Kosten gliedern sich in zwei Hauptkategorien:
Kosten für Teile und Verbrauchsmaterialien
Der Preis für Öl und Teile liegt je nach Qualität und Typ zwischen 400–2.500 RON und hängt ab von:
- Qualität und Typ des Öls (Mineral-, Halbsynthese-, Vollsynthetik)
- Benötigte Menge (3–8 Liter, je nach Motor)
- Marke und Qualität des Ölfilters
- Fahrzeugsart (Kleinwagen, SUV, Diesel, Benzin)
Arbeitskosten für den Ölwechsel
Die Arbeitsleistung für den Ölwechsel ist typischerweise der günstigste Teil des Vorgangs und liegt in der Regel zwischen 100 und 350 RON. Preisunterschiede ergeben sich aus:
- Komplexität des Zugangs zur Ölwanne und zum Filter
- Standort der Werkstatt (Bukarest und Großstädte haben tendenziell höhere Preise)
- Art der Werkstatt (autorisierte Servicebetriebe vs. unabhängige Werkstätten)
- Benötigte Zeit (ca. 15–45 Minuten)
In Premium-Werkstätten oder offiziellen Vertretungen kann die Arbeitsleistung bis zu 400–500 RON kosten, enthält dann aber oft zusätzliche Prüfungen und digitale Berichte.
Fazit
Die richtige Wartung des Motoröls ist entscheidend für die Lebensdauer und Leistung eines Fahrzeugs. Verschieben Sie den Ölwechsel nicht und beachten Sie stets die vom Hersteller empfohlenen Intervalle. Die Kosten für vorbeugende Wartung sind im Vergleich zu teuren Reparaturen geringer. Ein gut gepflegter Motor kann über 300.000–400.000 km laufen, während ein vernachlässigter Motor schon bei 100.000–150.000 km ausfallen kann.