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Reifendrucksensoren: Funktionsweise von TPMS und warum sie wichtig sind
Nützliche Tipps

Reifendrucksensoren: Funktionsweise von TPMS und warum sie wichtig sind

26 Dez 2025 · Aktualisiert: 30 Dez 2025
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Zusammenfassung
  • TPMS warnt früh vor niedrigem Reifendruck und ist Standardausstattung.
  • Indirektes TPMS nutzt ABS-Sensoren, kostet weniger, kalibriert nach Reifenwechsel.
  • Direktes TPMS hat Sensoren in jedem Rad und Funkübertragung für präzise Messungen.

Das Reifendruck-Monitoringsystem (TPMS) ist vom Luxus-Feature zur Standardausstattung vieler moderner Fahrzeuge geworden. Dieses intelligente System warnt frühzeitig vor niedrigem Reifendruck und gibt Ihnen genügend Zeit, eine Werkstatt aufzusuchen, bevor die Situation gefährlich wird.

Im folgenden Beitrag erläutern wir, wie TPMS funktioniert, unterscheiden zwischen direkten und indirekten Methoden und erklären, warum es eine wesentliche Sicherheitsfunktion Ihres Fahrzeugs ist.

Wie funktioniert das Reifendruck-Monitoringsystem

Es gibt zwei Hauptmethoden, mit denen der Reifendruck überwacht werden kann: das indirekte System und das direkte System, von denen jede ihre Vor- und Nachteile hat.

Indirekte Methode – Verwendung der ABS-Sensoren

Das indirekte System verwendet einen cleveren Ansatz, der auf physikalischen Prinzipien basiert. Ein Reifen mit niedrigem Druck dreht sich aufgrund des kleineren Durchmessers mit einer anderen Geschwindigkeit als ein Reifen mit normalem Druck. Dieser Unterschied in der Drehzahl wird vom ABS-Sensor erkannt und zwischen allen Rädern verglichen.

Wenn das System erkennt, dass sich ein Reifen anders dreht als die anderen, leuchtet die Warnleuchte für den Reifendruck am Armaturenbrett des Fahrzeugs auf. Diese Methode ist kostengünstiger, aber auch weniger präzise als die direkte Alternative.

Vorteile der indirekten Methode:

  • Geringere Implementierungs- und Wartungskosten
  • Benötigt keine Batterien oder Bauteile im Inneren des Rads
  • Einfache Integration mit bestehenden ABS-Systemen

Nachteile der indirekten Methode:

  • Geringere Genauigkeit
  • Kann keinen gleichmäßigen Druckabfall an allen Rädern erkennen
  • Erfordert Neukalibrierung nach dem Reifenwechsel

Direkte Methode – Dedizierte Sensoren in jedem Rad

Direkte TPMS-Systeme sind deutlich genauer und leichter zu bedienen. In jeder Luftkammer befindet sich ein spezialisierter Sensor, der den Druck im Reifen genau misst.

Funkübertragung

Eine naheliegende Frage ist, wie diese Sensoren die gemessenen Werte übertragen, da es keine Kabel in den Reifen gibt. Die Lösung besteht in Funkübertragung: Jeder Sensor sendet die Informationen an einen zentralen Empfänger per Funkwellen.

Diese Sensoren vergleichen die Werte nicht miteinander, sondern überwachen jeden Reifen individuell, um einen möglichen Druckabfall zu erkennen. Dieser individuelle Ansatz ist entscheidend - würden alle vier Reifen gleichzeitig entlasten, könnte das System das Problem möglicherweise nicht erkennen.

Warnschwellen und Kalibrierung

Jedes Fahrzeug hat spezifische untere Grenzen des Reifendrucks festgelegt, unterhalb derer das System eine Warnung auslöst. Wenn der Reifendruck eines Reifens unter diesen Schwellenwert fällt, wird der Fahrer sofort darüber informiert, welcher Reifen Probleme hat.

Vor- und Nachteile des Direkt-Systems

Vorteile des Direkt-Systems:

  • Maximale Genauigkeit bei der Messung des Reifendrucks
  • Sofortige Erkennung von Problemen an jedem Reifen
  • Echtzeit-Informationen über den Zustand jedes Reifens
  • Erfordert keine Kalibrierung nach dem Reifenwechsel

Nachteile des Direkt-Systems:

  • Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten
  • Sensoren werden von Batterien betrieben, die im Laufe der Zeit entladen werden können (in der Regel nach 5–10 Jahren)
  • Der Austausch defekter Sensoren kann teuer sein
  • Risiko von Beschädigungen der Sensoren beim Montieren/Demontieren der Reifen

Warum TPMS wichtig ist

Das Reifendruckmonitoringsystem ist nicht nur eine Bequemlichkeit, sondern eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme. Falscher Reifendruck kann zu:

  • Ungleichmäßiger und vorzeitiger Verschleiß der Reifen
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch um bis zu 3–5%
  • Risiko eines Reifenplatzers bei hohen Geschwindigkeiten
  • Unvorhersehbares Fahrverhalten in Kurven oder beim Bremsen
  • Verlängerte Bremswege und beeinträchtigte Sicherheit

TPMS-Wartung

Um das System im optimalen Betriebszustand zu halten:

  1. Überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck manuell, auch wenn Sie TPMS haben
  2. Informieren Sie die Werkstatt, dass Sie TPMS-Sensoren haben, vor jeder Intervention
  3. Sensoren ersetzen, wenn sie defekt sind - die Investition lohnt sich für die Sicherheit
  4. Kalibrieren Sie das System nach dem Reifenwechsel (nur für indirekte Systeme)

Obwohl das direkte System offensichtlich überlegen ist in Präzision und Funktion, können die Wartungskosten höher sein. Dennoch machen die Sicherheitsvorteile und die Verhinderung schwerwiegender Probleme die Investition für jeden verantwortungsvollen Fahrer voll gerechtfertigt.