- Britische Behörden testen KI-Überwachungsvan zur Erkennung von Telefongebrauch am Steuer
- Das System nutzt Kameras und KI zur sofortigen Alarmierung bei Verstößen
- Erkennt Sicherheitsgurt-Nichteinhaltung und andere Verstöße zuverlässig
- KI-Detektion übertrifft menschliche Beobachtung, verarbeitet Hunderte Fahrzeuge gleichzeitig
Die technologische Entwicklung beschleunigt tägliche Innovationen in allen Bereichen, und der Straßenverkehr bildet hier keine Ausnahme. Die neueste Nachricht kommt aus Großbritannien, wo Verkehrsbehörden eine KI-basierte Technologie testen, die das Verhalten von Fahrzeugführern überwacht. Diese Innovation verspricht, die Art und Weise, wie Verstöße am Steuer erkannt und sanktioniert werden, grundlegend zu verändern.
Die betreffende Technologie kann aus der Ferne erkennen, ob Fahrer während der Fahrt das Mobiltelefon verwenden, was einen qualitativen Sprung gegenüber herkömmlichen Überwachungsmethoden bedeutet. Das automatisierte System eliminiert praktisch die Möglichkeit, der Erkennung zu entgehen, was im Vergleich zur klassischen menschlichen Beobachtung durch Faktoren wie Verkehrsbedingungen oder Distanz eingeschränkt sein könnte.
Wie funktioniert das KI-Erkennungssystem
Der Moment, in dem moderne Technologie die menschlichen Fähigkeiten deutlich übertrifft, ist gekommen. Das von britischen Behörden eingesetzte System verwendet einen Überwachungs-Van, der strategisch am Rand der Straßen positioniert ist. Dieses speziell ausgestattete Fahrzeug enthält eine hochentwickelte Ausrüstung, die in Echtzeit Fahrer erkennt, die gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen.
Der Überwachungs-Van verfügt über ein komplexes Paket aus modernsten Video-Kameras, die in der Lage sind, Details der vorbeifahrenden Fahrzeuge zu fotografieren. Diese Bilder werden sofort von einer auf KI basierenden Software verarbeitet, die jeden einzelnen Frame schnell analysiert und potenzielle Verstöße identifiziert.
Die Polizei erhält automatische Alarme, sobald das System Fahrer mit Mobiltelefonen in der Hand, das Nichttragen des Sicherheitsgurts oder andere Verstöße erkennt. Praktisch identifiziert das System jedes illegale Verhalten in einem dahergelassenen Fahrzeug im Verkehr und bietet ein bisher beispielloses Überwachungsniveau.
Prozess der Erkennung und Analyse
Die visuelle Erkennung basiert auf fortgeschrittenen Machine-Learning-Algorithmen, die darauf trainiert sind, spezifische Muster zu identifizieren. Das System kann unterscheiden, ob ein Fahrer seine Spiegel justiert oder ob er ein Telefon in der Hand hält, es kann erkennen, ob der Sicherheitsgurt korrekt getragen wird oder nur strategisch platziert, um die Überwachung zu täuschen.
Die Genauigkeit des Systems ist bemerkenswert; die Rate korrekter Detektionen übersteigt deutlich die Fähigkeit eines menschlichen Beobachters. Zudem ermüdet eine KI nicht, verliert nicht die Konzentration und kann gleichzeitig Informationen über Hunderte von Fahrzeugen verarbeiten.
Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit
Es ist deutlich, dass diese Technologie bei breiter Einführung eine echte Überraschung bedeuten wird. Fahrer könnten besonders überrascht sein, wenn sie im Verkehr angehalten und für Punkte sanktioniert werden, die von herkömmlichen Beobachtungen nicht erkannt worden wären.
Wenn die britischen Tests die erwarteten Ergebnisse liefern, wird die Technologie landesweit eingesetzt und von vielen anderen Ländern übernommen. Hauptziel dieser Initiative ist der Schutz der Verkehrsteilnehmer, denn bekannt ist, dass die Nutzung von Gadgets während der Fahrt die Konzentration am Steuer deutlich reduziert.
Nicht tragen des Sicherheitsgurts oder die Nutzung des Mobiltelefons während der Fahrt gehören zu den risikoreichsten Situationen. Statistiken zeigen, dass Ablenkung durch das Telefon das Unfallrisiko um bis zu 23 Mal erhöht.
Situation in Rumänien – alarmierende Statistiken
Ablenkung und mangelnde Konzentration am Steuer stellen insbesondere in unserem Land ein reales Problem dar. Eine Analyse des Jahres 2020 positioniert uns an der Spitze der Europäischen Union hinsichtlich der Verkehrstoten pro Million Einwohner – 85 Todesfälle pro Million Einwohner. Dieser besorgniserregende Indikator unterstreicht die Notwendigkeit drastischer Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Die Zahlen sind umso alarmierender im Vergleich zum EU-Durchschnitt von ca. 42 Todesfällen pro Million Einwohner. Die deutliche Differenz zeigt, dass unser System der Verkehrssicherheit erhebliche Verbesserungen braucht – sowohl auf Infrastruktur- als auch auf Rechts- und Durchsetzungsseite.
Rumänische Gesetzgebung zur Nutzung des Telefons am Steuer
Im Zeitraum Oktober 2019 bis Januar 2020 wurden Fahrzeugführer bestraft, wenn sie bei der Fahrt das Mobiltelefon in der Hand hielten. Für dieses Verhalten galt eine Geldstrafe von höchstens 1.160 RON und 4 Strafpunkte.
Seit Januar 2020 hat das rumänische Parlament Änderungen an diesen Bestimmungen beschlossen. Fahrer werden nicht mehr bestraft, wenn das in der Hand gehaltene Gerät mit einer Hands-Free-Funktion ausgestattet ist. Genauer gesagt, wenn der Fahrer beim Telefonieren während der Fahrt erwischt wird, das Gerät jedoch über eine Hands-Free-Funktion verfügt, gilt dies nicht mehr als Verstoß.
Aktueller Rechtsrahmen und verhängte Sanktionen
Der ursprüngliche Gesetzestext, der im Oktober 2019 in Kraft trat, lautet: „Es ist dem Fahrzeugführer untersagt, das Mobiltelefon oder jedes mit Aufnahme- oder Textdarstellung funktionen versehene Mobilgerät in der Hand zu halten oder zu verwenden.“
Der Artikel wurde später wie folgt geändert: „Fahrzeugführer ist es untersagt, Mobiltelefone zu verwenden, während sie sich auf öffentlichen Straßen fortbewegen, mit Ausnahme von Geräten mit Hands-Free-Funktion.“
Diese Normen gelten auch für Fahrräder, Roller, Motorräder oder Scooter. Ein solches Verhalten kann mit 2-3 Strafpunkten und einer Geldstrafe von 290 RON bis 435 RON geahndet werden.
Suspendierung des Führerscheins
Darüber hinaus sollten Fahrer wissen, dass sie den Führerschein verlieren können, wenn sie ohne Hands-Free-System telefonieren, insbesondere dann, wenn die Verstöße mit einer weiteren obligatorischen Verkehrsregelverletzung kumuliert werden, etwa dem Nichttragen des Sicherheitsgurts.
Hinsichtlich der Kumulation von Verstößen erhöht sich die Strafe auf 9-20 Strafpunkte und eine Geldstrafe von 1.305 RON bis 2.900 RON. Es besteht auch das Risiko einer 30-tägigen Führerscheinsuspendierung, was erhebliche Auswirkungen auf Beruf und Privatleben haben kann.
Aktuelle Bußgelder laut Polizei Rumänien
Laut Quellen der rumänischen Polizei gilt: „Während der Fahrt mit einem in Bewegung befindlichen Fahrzeug ist es dem Fahrer untersagt, das Mobiltelefon oder jedes Mobilgerät mit Aufnahme- oder Text-/Foto-/Video-Funktionen in der Hand zu halten oder zu verwenden.“
In solchen Fällen ahnden befugte Stellen den Fahrer mit einer Geldstrafe zwischen 580 RON und 725 RON sowie 4-5 Strafpunkten. Diese Strafen gelten für eine einzelne Verstöße und werden nicht mit anderen Verstößen kumuliert.
Für kumulierte Verstöße, wie die Nutzung des Telefons zusammen mit dem Nichttragen des Gurts, kann die Geldstrafe zwischen 1.305 RON und 2.900 RON liegen, mit 9-20 Strafpunkten und möglicher Führerschein-Suspendierung für 30 Tage.
Rechtliche Lösungen zur Kommunikation am Steuer
Um diese Risikosituationen und die entsprechenden Sanktionen zu vermeiden, wird empfohlen, moderne Kommunikationsgeräte zu nutzen. Legale Optionen umfassen:
- Android Auto und Apple CarPlay – Systeme im Bord jedes Fahrzeugs, die eine sprachgesteuerte Bedienung des Telefons ermöglichen
- Bluetooth-Freisprecheinrichtung – kabellose Verbindung, die Anrufe auf die Fahrzeuglautsprecher überträgt
- Telefonsprecher – Freisprechfunktion zur Kommunikation, ohne das Telefon in der Hand zu halten
- kabellose Kopfhörer – einfache Alternative für ältere Fahrzeuge
- Halterungen für das Telefon – ermöglichen die Ansicht von Karten GPS, ohne das Gerät zu berühren
Für Fahrzeuge mit moderner Technologie bietet das Infotainment-System eine vollständige Integration mit dem Smartphone, sodass Anrufe, Navigation und Multimedia-Wiedergabe erfolgen können, ohne die Aufmerksamkeit vom Fahren abzulenken.
Perspektive der Implementierung in Rumänien
Obwohl KI-basierte Erkennung von Verstößen in Großbritannien noch getestet wird, könnte eine Einführung in Rumänien erhebliche Vorteile bringen. Angesichts der alarmierenden Verkehrssicherheitsstatistiken könnte ein solches System dazu beitragen, die Zahl der Unfälle durch Unaufmerksamkeit deutlich zu senken.
Allerdings würde die Umsetzung erhebliche Investitionen in Infrastruktur und Ausrüstung sowie eine Anpassung des bestehenden Rechtsrahmens erfordern. Die Erfahrungen Großbritanniens würden wertvolle Daten liefern, um die Effizienz und öffentliche Akzeptanz dieser Technologie zu bewerten und künftige Entscheidungen der rumänischen Behörden zu leiten.
In jedem Fall ist der globale Trend eindeutig: Die Technologie wird eine immer wichtigere Rolle bei der Gewährleistung der Verkehrssicherheit spielen, und Fahrer müssen sich an diese neue Realität anpassen.