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Umfassender Leitfaden zur Winterreifenpflege
Nützliche Tipps

Umfassender Leitfaden zur Winterreifenpflege

26 Dez 2025 · Aktualisiert: 30 Dez 2025
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Zusammenfassung
  • In Rumänien montieren Winter- oder Allwetterreifen bei erstem Schnee.
  • Gepflegte Reifen verringern Risiko von Haftungsverlust, Aquaplaning und Reifenplatzungen.
  • Winterreifen bieten bessere Traktion bei Schnee dank Lamellen und Profilgestaltung.
  • Alter, Reifendruck und Profiltiefe beeinflussen Sicherheit deutlich.

Mit dem ersten Schneefall und sinkenden Temperaturen wird der technische Zustand der Reifen entscheidend für die Verkehrssicherheit. Die Fahrzeugstabilität auf dem Fahrbelag hängt direkt von den montierten Gummimischungen ab, und die kalte Jahreszeit erfordert zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, um riskante Situationen zu vermeiden. Das Alter der Reifen, der korrekte Reifendruck und die Profiltiefe sind entscheidende Faktoren, die schwere Unfälle verhindern können.

Die Risiken bei schlecht gepflegten Reifen sind vielfältig: Das Verlassen des Fahrzeugs auf der Straße, Reifenplatzungen, Verlust der Haftung oder Aquaplaning. All diese Situationen können vermieden werden, indem man eine richtige Pflegestrategie verfolgt und die Besonderheiten jedes Reifentyps versteht.

Die richtige Wahl der Reifen für die kalte Jahreszeit

Mit dem ersten Schneefall sollten Autofahrer die Pflicht zur Montage von Winterreifen oder Allwetterreifen beachten, und damit aktiv zur Verkehrssicherheit und zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beitragen. In Rumänien müssen Winterreifen oder Allwetterreifen montiert sein, wenn der erste Schnee fällt; es gibt keinen festgelegten gesetzlich festgelegten Stichtag für die Erfüllung dieser Pflicht.

Richtige Entscheidungen bei der Reifenauswahl können den Unterschied zwischen einer sicheren Fahrt und einem schweren Unfall ausmachen. Jeder Reifentyp hat spezifische Merkmale, die ihn für bestimmte Wetterbedingungen geeignet machen.

Die Typen von Reifen auf dem Markt

Sommerreifen

Sommerreifen sind in Rumänien am weitesten verbreitet und verhalten sich bei nassen und trockenen Bedingungen bei Temperaturen über 7°C gut. Ihre synthetische Gummimischung wird jedoch bei niedrigen Temperaturen hart, wodurch Haftung und Sicherheit erheblich abnehmen.

Winterreifen – Sicherheitstechnologie

Winterreifen sind laut Fachleuten für besonders strenge Wetterbedingungen konzipiert. Die Profilglieder der Winterreifen sind darauf ausgelegt, Matsch, Schnee und Wasser möglichst gut abzuleiten. Sie verfügen über spezielle Rillen und dreidimensionale Lamellen, die an nasse Straßen im Winter angepasst sind. Autos mit Winterreifen lassen sich besonders leicht auf Schnee fahren, dank guter Stabilität und starker Traktion sowohl bei nassen als auch trockenen Bedingungen.

Entwicklung der Winterreifentechnologie

Die ersten Winterreifen wurden 1934 in Nokia, Finnland, von Nokian Tyres - Nokia Kelirengas, für Lastkraftwagen entwickelt. Der erste Winterreifen für Pkw, Hakkapeliitta, erschien 1936.

Moderne Winterreifen enthalten einen höheren Anteil an Naturkautschuk und Siliziumdioxid, wodurch das Aushärten des synthetischen Gummis bei Kälte verhindert wird und ihnen eine überlegene Traktion bei niedrigen Temperaturen verleiht. Das Profil mit vielen Lamellen erhöht die Traktion auf Schnee und ermöglicht Wasser besser unter dem Reifen abzuleiten, wodurch das Risiko von Aquaplaning reduziert wird.

In Skandinavien haben viele Schnee-Reifen Metallstollen, um die Haftung auf Schnee oder Eis zu verbessern, aber sie sind in den meisten anderen Ländern aufgrund von Straßenschäden an der Fahrbahn verboten.

Allseason-Reifen – Der praktische Kompromiss

Allseason-Reifen stellen eine bequeme Alternative für Autofahrer dar und eliminieren die Notwendigkeit, die Gummimischung je nach Saison zu wechseln. Technisch kombinieren sie die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen.

Das Material ähnelt eher dem von Winterreifen; sie sind speziell für Regionen Europas mit gemäßigtem Klima hergestellt.

Einschränkungen von Allseason-Reifen

Experten warnen, dass Allseason-Reifen nicht die Spitzenleistung von dedizierten Winterreifen erreichen. Allseason-Reifen können im Sommer schneller abnutzen, und im Winter bietet sie eine deutlich geringere Haftung, was Traktion beeinträchtigt.

Das Hybridprofil – mit entfernteren Blöcken für Traktion auf Schnee in der Mitte und eng anliegenden Blöcken für Traktion bei warmem Wetter – ist ein Kompromiss, der die Höchstleistungen keiner Jahreszeit erreicht. Sie werden für Fahrzeuge mit geringerer Leistung und für ruhige Fahrer empfohlen.

Montage der Reifen

Vollständiger Austausch des Reifensatzes

Autofachleute empfehlen, alle vier Reifen gleichzeitig zu wechseln – besonders bei Allradfahrzeugen. Der Austausch von nur zwei Reifen kann schwere Probleme im Allradsystem verursachen, einschließlich vorzeitiger Abnutzung von Differentialen und Getrieben.

Laut Autoexperten können bei Fahrzeugen mit Front- oder Heckantrieb Reifen auch paarweise gewechselt werden, jedoch wird empfohlen, alle vier Reifen gleichzeitig zu wechseln, um bestmögliche Leistung und ähnliche Verschleißraten zu erreichen.

Korrekte Reifenpflege im Winter

Regelmäßige Reifendruckprüfungen

Kalte Temperaturen wirken sich erheblich auf den Reifendruck aus – die Reifen können im Laufe des Winters deutlich entlüften. Für jede Abkühlung der Umgebungstemperatur um 10°C sinkt der Reifendruck um etwa 0,1–0,2 bar.

Reifen mit niedrigem Druck sind anfälliger für plötzlichen Druckverlust und verbrauchen mehr Kraftstoff. Monatliche Kontrollen sind essenziell, und Autos ab Baujahr 2014 sind mit TPMS-Systemen ausgestattet, die Fahrer vor niedrigem Reifendruck warnen.

Reinigung und Inspektion der Reifen

Schmutz an den Reifen kann ernsthafte Probleme verbergen, die die Verkehrssicherheit gefährden. Streusalz, Schlamm und Schmutz tragen im Laufe der Zeit zur Korrosion oder zu Beschädigungen der Gummimischung bei.

Regelmäßige Inspektion ermöglicht die frühzeitige Erkennung von:

  • Rissen in der Flanke
  • ungleichmäßigem Verschleiß
  • Fremdkörpern im Profil
  • strukturellen Deformationen

Profiltiefe und Verkehrssicherheit

Bedeutung der Profiltiefe

Die Profiltiefe dient der Haftung und der Einhaltung der vom Hersteller festgelegten Bremswerte. Sie entzieht Wasser zwischen Fahrbahn und Reifen und verhindert Aquaplaning.

Reifen müssen zwingend gewechselt werden, wenn die Profiltiefe nahe an 4 mm bei Winterreifen und 3 mm bei Sommerreifen liegt. Das deutsche Gesetz schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor, aber Experten empfehlen deutlich früheren Wechsel.

Vermeidung von Aquaplaning im Winter

Verständnis des Aquaplaning-Phänomens

Aquaplaning tritt auf, wenn sich eine signifikante Wasserschicht zwischen Reifen und Fahrbahn bildet, wodurch das Fahrzeug quasi auf einer Wasserlage “treibt” und die Kontrolle über Lenkung und Bremsen verlieren kann.

Strategien zur Vermeidung von Aquaplaning

  • Geschwindigkeit ist der kritische Faktor. Bei Starkregen sollte die Geschwindigkeit auf 15–20 km/h reduziert werden, damit das Profil das Wasser unter dem Reifen besser ableiten kann.
  • Vermeiden Sie das Fahren über Wasseransammlungen in Straßenausläufen und Schlaglöchern.
  • Halten Sie ausreichenden Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern.
  • Vermeiden Sie abrupte Bremsungen und behalten Sie eine gleichmäßige, niedrigere Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn.

Montage von Reifen hochwertiger Qualität

Unter den klimatischen Bedingungen in Rumänien ist die Montage neuer, hochwertiger Reifen eine Investition in die Sicherheit. Nur Reifen in einwandfreiem Zustand können extremen Witterungsbedingungen standhalten und den notwendigen Schutz im Straßenverkehr bieten.

Die richtige Reifenpflege im Winter ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern eine lebenswichtige Notwendigkeit für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die Investition in hochwertige Reifen und deren angemessene Pflege spiegelt sich direkt in der Reduktion des Unfallsrisikos und in einem gestärkten Vertrauen in die Fahrzeugführung auf jedem Belag wider.