- Automatikfahrzeuge lassen sich nicht durch Anschieben starten; Drehmomentwandler verhindert Kraftübertragung.
- Ölpumpe wird vom Motor getrieben; ohne Motor läuft Hydrauliksystem nicht.
- Bei leerer Batterie ist Starthilfe mit einem anderen Fahrzeug nötig.
- Sicherheitsmaßnahmen: Kabel richtig anschließen, Spenderfahrzeug nicht hochdrehen, 5–10 Minuten warten.
Automatikfahrzeuge dominieren den modernen Automarkt und bieten im städtischen Verkehr mit häufigem Stop-and-Go einen höheren Komfort. Trotz fortschrittlicher Technik können auch diese Fahrzeuge von einem Stromausfall betroffen sein, und Fahrer fragen sich, ob sie die herkömmliche Methode des Anschiebens zum Starten verwenden können.
Leider können Automatikgetriebe im Gegensatz zu Schaltgetrieben nicht durch Anschieben gestartet werden, da grundlegende Unterschiede in der Bauweise des Getriebes bestehen.
Warum funktioniert das Anschieben bei Automatikfahrzeugen nicht
Bei einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe kontrolliert der Fahrer das Kupplungspedal direkt. Wenn Sie das Fahrzeug anschieben und eine ausreichende Geschwindigkeit erreichen, können Sie den zweiten Gang einlegen und die Kupplung abrupt lösen, wodurch der Motor mitdreht und startet.
Wesentlicher technischer Unterschied
Drehmomentwandler (Torque Converter) statt des herkömmlichen Kupplungssystems. Dieser Sensorbild setzt:
- Kann nicht manuell vom Fahrer gesteuert werden
- Bleibt offen, wenn der Motor nicht läuft
- Hemmt die Weiterleitung der Kraft von den Rädern zum Motor
- Benötigt hydraulischen Druck zum Betrieb, der fehlt, wenn der Motor ausgeschaltet ist
Die Ölpumpe des Getriebes wird direkt vom Motor angetrieben; ohne sie kann das Hydrauliksystem nicht funktionieren. Folglich, selbst wenn Sie es schaffen, das Fahrzeug zu bewegen, wird die Kraft nicht auf den Motor übertragen, um ihn zu starten.
Richtige Lösung: Starthilfe mit Kabeln
Wenn die Batterie eines Automatikfahrzeugs entladen ist, ist die einzige effektive Methode die Starthilfe mit Hilfe eines anderen Fahrzeugs. Dieser Prozess erfordert:
Benötigte Ausrüstung:
- Set von Starthilfekabeln
- Ein Fahrzeug mit funktionierender Batterie (12 V)
- Schutzhandschuhe (empfohlen)
Schritte zum richtigen Starten:
- Überprüfen Sie die Spannung: Stellen Sie sicher, dass beide Batterien dieselbe Spannung haben (die meisten sind 12 V)
- Positionieren Sie die Fahrzeuge: Parken Sie die Autos so, dass die Kabel reichen
- Identifizieren Sie die Pole: Lokalisieren Sie die positiven (+) und negativen (-) Pole beider Batterien
- Verbinden Sie die Kabel:
- Verbinden Sie das rote Kabel mit dem positiven Pol der entladenen Batterie
- Verbinden Sie das andere rote Kabelende mit dem positiven Pol der funktionierenden Batterie
- Verbinden Sie das schwarze Kabelende mit dem negativen Pol der funktionierenden Batterie
- Verbinden Sie das andere schwarze Kabelende mit einer Metalloberfläche (nicht am negativen Pol der entladenen Batterie)
Wichtige Sicherheitsmaßnahmen:
- Vermeiden Sie, dass die Klemmen miteinander oder mit anderen Metalloberflächen in Kontakt geraten
- Drehen Sie den Motor des Spenderfahrzeugs während des Startvorgangs nicht hoch – kann das elektrische System beschädigen
- Warten Sie 5–10 Minuten, bevor Sie versuchen zu starten
- Trennen Sie die Kabel in umgekehrter Reihenfolge nach dem Starten
Tragbare Starthilfen – moderne Lösung
Eine bessere Alternative sind tragbare Starthilfen (Jump Starters), die mehrere Vorteile bieten:
Hauptvorteile:
- Unabhängige Stromversorgung – kein zweites Auto nötig
- Schutz gegen falsche Polung – kein Risiko für das elektrische System
- Automatisch optimierte Spannung – kein Überspannungsrisiko
- Portabilität – lassen sich im Kofferraum verstauen
- Zusätzliche Funktionen – viele Modelle mit Taschenlampe, USB-Ports, Kompressor
Technische Merkmale, auf die man achten sollte:
- Spitzenstrom: Mindestens 400–600 A für kleine Motoren, 800–1000 A für größere Motoren
- Batteriekapazität: 10.000–20.000 mAh
- Kompatibilität: Prüfen, ob es Ihren Motor unterstützt (Benzin bis 6 L, Diesel bis 3 L)
Vermeidung von Batterieproblemen
Um unangenehme Situationen zu vermeiden, beachten Sie diese Indikatoren:
Anzeichen einer schwachen Batterie:
- Schwieriges Starten am Morgen
- Schwache Lichter im Leerlauf
- Elektrische Systeme arbeiten unregelmäßig
- Die Batterie ist älter als 3–4 Jahre
Wartungstipps:
- Überprüfen Sie regelmäßig den Elektrolytenstand (bei Batterien mit Wartung)
- Reinigen Sie die Pole von Korrosion mit Natriumbicarbonat
- Lassen Sie die Batterie mindestens einmal im Jahr vom Fachbetrieb testen
- Vermeiden Sie vollständige Entladung – starten Sie den Motor wöchentlich, wenn Sie kein Auto fahren
Alternativen in Extremsituationen
Temporäre Lösungen:
- Pannenhilfe – Die meisten Autoversicherung bieten diese Option
- Mobile Apps für Notfalldienste
- Batteriewechsel – wenn sie sehr alt oder defekt ist
Wann man den Fachmann rufen sollte:
- Die Batterie hält die Ladung nach dem Starten nicht
- Das Ladesystem (Lichtmaschine) hat Probleme
- Das Fahrzeug zeigt auch andere elektrische Symptome
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Autos mit Automatikgetriebe aufgrund ihrer spezifischen technischen Bauweise nicht durch Anschieben gestartet werden können. Es gibt jedoch moderne und effiziente Lösungen für Probleme mit entladenen Batterien. Die Investition in ein hochwertiges tragbares Starthilfegerät ist der praktischste Ansatz für Ihre Sicherheit und Unabhängigkeit unterwegs.